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Lars Lund

08 Sep 2020 15:32

La..la..lla lathyrus

Lathyrus, oder auch Platterbsen, sind als Raumteiler für das Gewächshaus wie geschaffen.

 

 

 

Lathyrus benötigt viel Wärme und Sonne und sollte daher auf jedem Fall an einem sonnigen Ort platziert werden. Ein Gewächshaus ist also genau der richtige Ort für die Platterbse.

 

Es ist von Vorteil, die Platterbse vor dem Auspflanzen vorzukeimen – so blüht sie schneller. Es ist ideal im März mit dem Vorkeimen zu beginnen.  Die Samen sollten vor der Aussaat zwei Tage eingeweicht werden. Die harten Samen werden so weicher und einige beginnen sogar sofort zu keimen.

 

Nach dem Wasserbad sät man die Samen in Töpfe (1 Samen pro Topf). Hohe Töpfe eigenen sich am besten. Dafür kann man sowohl leere Milchkartons als auch etwas professionellere Anzuchtschalen, sogenannte „Rootrainers“, verwenden. Rootrainers sind Anzuchtschalen, die speziell zur Aussaat von Pflanzen mit langem Wurzelwerk entwickelt wurden. Wenn die Pflanzen später eingetopft werden sollen, kann man die Töpfe öffnen, sodass die Wurzeln nicht beschädigt werden.

 

Viel Licht

Sobald die Samen gekeimt sind, sollten sie an einem Ort mit ca. 10-15 Grad stehen. Es ist wichtig, dass sie so viel Licht wie möglich bekommen, ansonsten werden sie zu lang und dünn, da sie sich zu sehr anstrengen müssen, um an Licht zu kommen. Einige knipsen die oberen Triebe ab, sobald sie 10 cm lang sind, während andere warten, bis die kleinen Pflänzchen größer gewachsen sind und zwei Blätter und zusätzliche 10 cm Stiel aufweisen.

 

Kostenlose Stecklinge

Es hat einen klaren Vorteil zu warten bis die Pflänzchen größer gewachsen sind: dann kann man nämlich aus einer Pflanze zwei machen.  Der obere Teil wird abgeknipst und ergibt einen zusätzlichen Steckling – ganz kostenlos. Diese Stecklinge kann man einfach in kleine Töpfe pflanzen. Dann sollte man sie mit Plastik bedecken, damit sie feucht bleiben und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie Luft abbekommen. Als Pflanzenerde kann man sowohl Aussaaterde als auch gewöhnlicher Blumenerde mit etwas Sand verwenden. In den Töpfen wurzeln die Stecklinge ziemlich schnell.

 

 

Es kann von Vorteil sein, die Platterbse bereits im Herbst vorzukeimen und die kleinen Pflanzen dann zur Überwinterung in ein Gewächshaus zu pflanzen. So erhält man kräftige Pflanzen. Aber probieren Sie aus, was Ihnen am besten gelingt – denn auch im Frühling erhält man schöne und kräftige Pflanzen. Außerdem freut sich die Platterbse über ein wenig Pflanzendünger, aber nicht zu viel.

 

Wenn die Platterbse nach draußen gepflanzt werden soll, sollte man sie langsam an die neuen Umstände gewöhnen. Dafür stellt man die Töpfe über einen gewissen Zeitraum tagsüber nach draußen und nachts wieder nach drinnen, bis man das Gefühl hat - jetzt ist es gut. Sollten kalte Nächte angekündigt sein, kann man die Pflanzen nachts mit Vliesstoff abdecken.

 

Die Blüten der Platterbse werden groß - die meisten etwa 180 cm und wenn es sich um mehrjährige Stauden handelt sogar noch größer. Dann benötigen sie ein Spalier zum Klettern. Im Juli beginnen die Pflanzen eine Blütenpracht gen Himmel zu schicken. Dann heißt es pflücken, pflücken, pflücken! Denn je mehr Blüten man pflückt, desto mehr Blüten wachsen.

 

Om Lars Lund

Dänischer Gartenexperte & Gartenjournalist

Lars beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Gärten und Gewächshäusern. Lars hat diverse Bücher über Gewächshäuser veröffentlicht und an einer Reihe von Gartensendungen des dänischen Fernsehsenders „TV2 Fyn” teilgenommen. Lars ist ein wandelndes Gartenlexikon und kann jegliche Fragen zum Gartenbau beantworten - sowohl in Bezug auf grundlegende als auch kompliziertere Projekte.

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