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Nanna Stærmose

14 Sep 2021 14:49

Das Geheimnis vom kaputten Gewächshausfenster auf dem Hof Rabarbergaarden

Auf dem Hof Rabarbergaarden wurde im April 2014 ein Juliana Gartner Gewächshaus errichtet. Das war ein spannendes Projekt und Nachbarn, Passanten, unsere freilaufenden Enten, Hühner und Gänse waren neugierige Zuschauer. 

Nach ein paar Tagen stand es schließlich auf seinem Fundament und wir freuten uns mit diversen Gartenvorhaben loslegen zu können. Wir bepflanzten es mit Tomaten, Gurken und vielen Töpfen mit frischen, duftenden und grünen Kräutern.

Den ganzen Sommer über achteten wir darauf die Äste des nahestehenden Apfelbaumes zurückzuschneiden, um zu verhindern, dass Äpfel und herunterfallende Zweige unser neues Gewächshaus beschädigten. 

Trotzdem konnten wir es nicht verhindern – eines Morgens stellten wir fest, dass eines der oberen Glasscheiben, im Giebel des Gewächshauses, zerbrochen war. Die Glasscheibe lag jedoch am weitesten vom Apfelbaum entfernt und die Scheibe ähnelte einer eingeschlagenen Autoscheibe.

Das stellte uns vor ein Rätsel, denn wir konnten nicht verstehen, wie die Scheibe dort zerbrochen sein konnte. Denn eigentlich war die Seite des Gewächshauses durch die Scheune geschützt und es stand auch keinen Baum in der Nähe. Eben diese Scheibe absichtlich mit einem Stein kaputt zu schlagen war ebenfalls schwierig.

Wir räumten auf, doch die Ursache blieb ein Mysterium – bis wir eines Nachmittags plötzlich ein seltsames Geräusch vernahmen. Es klang, als ob etwas in kurzen Abständen gegen Glas klopfte.

Es stellte sich heraus, dass zwei unserer großen Gänse auf der einen Seite des Gewächshauses standen und mit dem frischen, grünen Thymian auf der anderen Seite der Glasscheibe liebäugelten. Um an diese grüne Leckerei zu gelangen, klopften sie also mit dem Schnäbeln gegen das Glas.

Tap – Tap – Tap … Immer wieder genau an die gleiche Stelle. Für diejenigen, die sich mit Gänsen nicht auskennen - Gänse können unglaublich hartnäckig sein, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben.

Bevor wir die Gänse verjagen konnten, knackte es und die Scheibe bekam einen Riss. Kurze Zeit später zersprang die Scheibe in tausend Teile und ähnelte der anderen zerbrochenen Scheibe. Die Übeltäter waren also gefunden.  

Wer schon einmal mit einer Gans aneinandergeraten ist, weiß wie scharf und spitz ihre Schnäbel sein können. Diesen Schnäbeln konnten auch die Glasscheiben auf Dauer nicht standhalten.

Unsere Gänse sind Zuchtgänse, sie wohnen also dauerhaft auf dem Hof. Deshalb bauten wir einen niedrigen Zaun um das Gewächshaus, in der Hoffnung so die Gänse von den Glasscheiben fernzuhalten.

Leider war es keine Option die Gänse stattdessen in das Gewächshaus zu lassen. Dort standen nämlich noch immer der Thymian, die letzten Chilis und Lorbeeren, die für die Weihnachtszeit unentbehrlich sind, z.B. um unseren Rotkohl zuzubereiten.

Hier finden Sie unser Rotkohl-Rezept.

 

Über den Rabarbergaarden:

Auf dem Bio-Hof Rabarbergaarden engagieren wir uns für die Erhaltung dänischer Nutztierrassen. Dazu gehören z.B. das Sortbroget-Schwein (Glöckchenschwein), das dänische Landhuhn, die dänische Landente und Landgans. Alle unsere Tiere sind Bio-Tiere und werden dementsprechend gefüttert und geschlachtet.

Wir züchten die Nutztiere und betreiben eine kleine Produktion, die unser Restaurant beliefert und Rohstoffe für unsere einigen Bio-Produkte zur Verfügung stellt, die wir in unserem Restaurant und dem Hofladen sowie im Online-Shop verkaufen.

 

Weitere Infos und Inspiration finden Sie unter:

www.rabarbergaarden.dk

Facebook.com/Rabarbergaarden

 

Om Nanna Stærmose

Freiberufliche Journalistin aus Dänemark.

Nanna ist die Autorin der vielen Artikel des Gewächshausclubs. Nanna besucht glückliche Gewächshausbesitzer und erzählt ihre Geschichten, sowohl über traditionelle Anbauprojekte als auch über die kreative Nutzung ihres Gewächshauses.

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