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Lars Lund

20 Mai 2021 12:46

Süßkartoffeln im Gewächshaus anbauen

Von Lars Lund

l@rslund.dk

Die Süßkartoffel ist ein Windengewächs und eigentlich gar keine Kartoffel. Die Wurzeln des Windengewächses verdicken sich und ähneln daher Kartoffeln – daher stammt sicher auch der Name.

Süßkartoffeln können im Gewächshaus angebaut werden. Sie benötigen viel Wärme, und die Temperatur des Bodens muss mindestens 15 Grad betragen. In diesem Video geht es um wertvolle Tipps, um die leckeren Süßkartoffeln im eigenen Gewächshaus anzubauen.

Dieses Video ist auf dänisch, doch es gibt die Möglichkeit deutsche Untertitel einzustellen. Dafür öffnet man das Video auf YouTube und klickt in der unteren Menüleiste des Videos auf „Einstellungen”. Unter „Untertitel” und „Automatisch übersetzen” kann man die gewünschte Sprache auswählen.

Süßkartoffeln sind reich an Vitamin A-B-C und E und haben einen hohen Carotingehalt. Auch der B6-Anteil ist groß. Die gesamte Pflanze ist zum Verzehr geeignet, also sowohl die Knollen als auch die Blüten und Blätter. Die Blätter werden meist ebenso wie Spinat verwendet.

Von dem Tag, an dem man die Stecklinge in den Boden pflanzt, benötigen die Süßkartoffeln ca. 100 - 120 Tage, um sich zu entwickeln und bis man sie ernten kann. Wird es zu kalt, gerät das Wachstum ins Stocken.

Es gibt fertige Stecklinge oder Stecklinge, die bereits ein Wurzelsystem entwickelt haben und zum Auspflanzen bereit sind, auch zu kaufen. Es wird empfohlen, sie in ein Beet zu pflanzen. Daher eignen sich fest angelegte Beete im Gewächshaus besonders gut, oder aber ein großer, tiefer Topf. Draußen im Garten sollte man den wärmsten Platz wählen und die Süßkartoffeln zusätzlich mit Plastik abdecken.

Der Boden sollte porig und durchlässig sein, damit die Wurzeln ohne Hindernisse ihre Verdickungen bilden können. Mit zu viel Dünger sollte man aufpassen, da sonst zwar viele schöne Blätter aber kaum Knollen entstehen.

Es gibt verschiedene Süßkartoffel-Sorten. Die bekannteste Sorte in den nördlichen Regionen heißt, „Beauregard“, doch auch andere Sorten lohnen sich auszuprobieren. Beispielsweise die Sorte „Thaiti“, mit besonders dekorativen Blättern.

Möchte man die Stecklinge aus einer Knolle selbst herstellen, kann man diese in einen Topf legen und ihn an einen warmen Ort (zwischen 25 und 30 Grad) stellen. Sobald die Stecklinge eigene Wurzeln gebildet haben und die Temperatur draußen 15 Grad beträgt, können sie ausgepflanzt werden. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 30-35 cm betragen.

Nach dem Auspflanzen sollte nur dann gegossen werden, wenn die Erde trocken ist, da die Pflanze zu viel Feuchtigkeit nicht verträgt. Außerdem vertragen Süßkartoffeln keine niedrigen Temperaturen. Ab dem 1. Oktober sind die Temperatur in der Regel so niedrig, dass alle Süßkartoffeln geerntet werden sollten.

Om Lars Lund

Dänischer Gartenexperte & Gartenjournalist

Lars beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Gärten und Gewächshäusern. Lars hat diverse Bücher über Gewächshäuser veröffentlicht und an einer Reihe von Gartensendungen des dänischen Fernsehsenders „TV2 Fyn” teilgenommen. Lars ist ein wandelndes Gartenlexikon und kann jegliche Fragen zum Gartenbau beantworten - sowohl in Bezug auf grundlegende als auch kompliziertere Projekte.

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