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Alexandra Lehne

26 Okt 2022 14:26

10 Tipps für den erfahrenen Gewächshaus-Gärtner

 

 

Wer die erste Gartensaison im Gewächshaus gut hinter sich gebracht hat, wird auf einige Dinge gestoßen sein, die vielleicht noch nicht ganz so gut gelaufen sind.

Unsere 10 Tipps sollen helfen, die Erträge weiter anzukurbeln oder Schäden an Pflanzen zu vermeiden.

 

Text & Foto: Alexandra Lehne

 

 

1. Ein Gewächshaus Journal ist perfekt, um alles im Blick zu haben und sich im nächsten Jahr zu erinnern. In das Journal gehören Notizen zu Höchst- und Niedrigtemperatur, Aussaatzeiten und Vermerke über die Keimdauer der Samen. Auch die Reihenfolge der verwendeten Gemüsesorten ist wichtig, wenn man nicht jedes Jahr die Erde austauschen möchte. Auch für Menschen, die in Kübeln gärtnern, ist ein Journal sehr hilfreich.

2. Wer sein Gewächshaus für die Aussaat und Keimung verwendet, kann sich sowohl ein kleines Frühbeet ins Gewächshaus bauen als auch Heizmatten mit einem Thermostat verwenden. Diese unterstützen den Keimprozess und verhindern, dass es doch zu Schäden durch Spätfröste kommt.

3. Wer in der kalten Jahreszeit mit Samen im Gewächshaus arbeitet, sollte für das Einweichen leicht angewärmtes Wasser verwenden.

4. Ein kabelloser Temperatursender informiert per Alarm über Höchst- und Niedrigtemperaturen im Gewächshaus. Dann kann schnell reagiert werden, wenn es zu heiß oder zu kalt werden sollte. Im Sommer kann es im Gewächshaus sehr heiß werden. Wer nicht ständig zu Hause ist, kann automatische, nicht elektrische Fensteröffner einbauen, die vor Überhitzung schützen. Die Öffner reagieren auf Hitze mittels Solarenergie, Öffnungstemperaturen sind leicht einzustellen.

 

 

5. Wer ein Gewächshaus ohne festen Boden verwendet, der sollte statt Bodengewebe eher Kies/ Schotter einarbeiten. Das Gewächshaus bleibt im Sommer schön kühl, wenn der Kies regelmäßig mit Wasser besprüht wird.

6. Für eine professionelle Verschattung gibt es tolle Rollos. Wenn das Gewächshaus in der vollen Sonne steht, braucht es nämlich auf jeden Fall ein Schattentuch, denn Gemüse stellt bei zu großer Hitze das Wachstum oder geht auch im schlimmsten Fall einfach kaputt.

7. Ameisen fühlen sich im Gewächshaus richtig wohl und können insbesondere in Kübeln großen Schaden anrichten. Erste Anzeichen sollten sofort behandelt werden. Gegen Ameisen gibt es im Handel diverse Mittel, wir empfehlen eine dementsprechende individuelle Beratung.

8. Wasser ist wertvoll. Wer noch keine Rinne am Gewächshaus hat, um Wasser aufzufangen, der sollte sich unbedingt auf jeder Seite eine installieren und eine Regentonne anschließen.
Damit können sehr gut die Pflanzen im Gewächshaus gewässert werden. Wassertonnen müssen übrigens nicht unbedingt hässlich ausschauen, mittlerweile gibt es viele stylische Exemplare.

 

 

9. Wenn Pflanzen im Herbst kränkeln und den Schutz des Gewächshauses für die Überwinterung brauchen, dann sollten sie entsorgt werden. Sie bringen oft Keime oder Schädlinge mit und gefährden damit die anderen, gesunden Pflanzen.

10. Für eine optimale Wasserversorgung eignet sich eine Automatsche Bewässerungsanlage mit Tröpfchenbewässerung. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Wasserverdunstung reduziert wird, sondern auch Pflanzen wie beispielsweise Tomaten- deren Blätter mit Wasser nicht in Berührung kommen sollten- vor Pilzerkrankungen geschützt werden. Eine automatische Bewässerung dosiert viel genauer die Wassermenge und hat in der Praxis gezeigt, dass Sie damit sparsamer gießen als per Hand.

 

Alexandra hat Landschaftsarchitektur in Großbritannien studiert und liebt sinnliche, elegante Gärten, die das ganze Jahr über toll aussehen und interessant sind. 

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1 Kommentare zu diesem Beitrag

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Karin Blechschmidt

22 Jan 2024 14:22

Hallo Alexandra, seit vielen Jahren bewirtschafte ich ein großes Gewächshaus mit Wein, Feige, Tomaten und Gurken. Mit Schädlingen habe ich keine Probleme. Sorgen machen mir die vielen nützlichen Insekten, die durch die, bei Hitze, offene Tür ins Haus fliegen und nicht wieder herausfinden. Sicher brauchen die Pflanzen auch Bestäuber, aber es verenden meiner Meinung nach einfach zu viele. Hast du einen Tipp für mich?
Beste Grüße Karin

Om Alexandra Lehne

Gartendesignerin aus Deutschland

Alexandra hat Landschaftsarchitektur in Großbritannien studiert und liebt sinnliche, elegante Gärten, die das ganze Jahr über toll aussehen und interessant sind. Auf ihrem Instagram Profil findet man Tipps und Tricks rund um das Thema Garten und Gartendesign. Sie ist unter anderem bekannt aus verschiedenen Gartenshows auf Sat1 und ZDF, schreibt Ratgeber über Gartendesign und lebt mit ihrer Familie am Starnberger See.

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