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TagTomat

06 Sep 2022 10:46

Züchten Sie Herbstpilze im Gewächshaus

Der Herbst nähert sich, was bedeutet, dass Sie bald anfangen können zu lernen, wie Sie köstliche essbare Pilze im oder am Gewächshaus züchten. Falls Sie Platz in Ihrem Gewächshaus haben, können Sie mehr darüber lesen, wie Sie Ihre eigenen essbaren Pilze züchten können.

Obwohl man meinen könnte, dass die Gewächshaussaison zu Ende geht, können Sie neben dem Anbau von Herbstgemüsen auch verschiedene Speisepilze wie Austernpilze, Igelstachelbart und Buchenpilze züchten.

 

Wir werden Sie jetzt erklären, wie Sie Speisepilze innerhalb und außerhalb des Gewächshauses züchten können.

Guide: Machen Sie Ihren eigenen Pilzsack zum Gewächshaus

 

Ein Pilzsack besteht aus einem Planzsubstrat, z.B. Stroh, das mit dem gewünschten Pilz veredelt wird. Wenn Sie mit dem Pilzsack fertig sind, legen Sie ihn einfach in Ihr Gewächshaus und scheiden ein Loch in den Sack. Nach ungefähr 10 Tagen können Sie Ihre ersten Pilze vom Gewächshaus ernten, und unter den richtigen Bedingungen können Sie bis zu einem Jahr lang Pilze ernten.  

 

Sie brauchen

  • Geschnittenes Stroh
  • Einen großen Plastikkasten (100 Liter+) mit Deckel
  • Einen Kartoffelsack oder einen Jutesack
  • Kalk (Kalkhydrat)
  • Handschuhe
  • Ein paar schweren Steine
  • Brennspiritus
  • Grosse Plastiktüten 
  • Myzel des Pilzes, den Sie züchten möchten
  • Luftdurchlässiges Klebeband

So machen Sie es

  1. Ihr Stroh muss fein geschnitten sein und eine Länge von 2-10 cm haben. Wenn Sie es nicht so kaufen können, können Sie das Stroh selbst schneiden, indem Sie es in einen großen Behälter legen und mit einem Rasentrimmer durchschneiden. Legen Sie das geschnittene Stroh in einen Kartoffelsack oder Jutesack (mit Löchern).
  2. Mischen Sie 1 Deziliter Kalkhydrat mit 100 Liter Wasser in einem großen Plastikkasten. Denken Sie daran, Handschuhe zu tragen, da Kalk sehr alkalisch ist. Legen Sie den Sack mit dem Stroh in die Mischung. Sorgen Sie dafür, dass den Sack bedeckt ist, und legen Sie ein paar schwere Steine darauf. Danach können Sie den Deckel auf den Kasten legen.
  3. Nach 24 Stunden nehmen Sie den Sack heraus und hängen ihn zum Trocknen auf. Sie können z.B. Bretter über eine Schubkarre legen und den Sack daraufstellen, so dass das Wasser in die Schubkarre tropft. Drücken Sie den Sack ein wenig zusammen, um das letzte Wasser herauszubekommen. Das Stroh soll feucht, aber nicht nass sein. Wenn es zu nass wird, steigt das Risiko einer Kontamination mit Schimmel.
  4. Schütten Sie das Stroh aus dem Sack auf einen Tisch, der mit Brennspiritus desinfiziert ist. Mischen Sie das Stroh mit dem Myzel und füllen Sie es in große Plastiktüten. Verschließen Sie die Tüten und schneiden Sie horizontale Einschnitte um die Tüten herum. Kleben Sie luftdurchlässiges Klebeband über die Löcher. Wir verwenden normalerweise ungefähr 100 g Myzel (hier zählt die Körner, auf denen es gewachsen ist, mit) pro Liter trockenes Stroh. Sie können auch mit weniger versuchen, aber denken Sie daran: je mehr Myzel, desto schneller wird es durchlaufen, und desto geringer ist das Risiko für eine Kontamination.
  5. Legen Sie die Tüten an einen kühlen Ort (ca. 16-18 °C) und vorzugsweise in den dunkelsten Teil des Gewächshauses, wo sie am wenigsten direktes Sonnenlicht erhalten. Der Pilzsack kann in Zeitungspapier eingewickelt werden, um Dunkelheit zu schaffen, während sich das Myzel sich verbreitet.
  6. Warten Sie bis sich das Myzel verbreitet. Wenn Sie große Bereiche sehen können, wo es sich nicht verbreitet hat, liegt es an einer Kontamination. Entfernen Sie den kontaminierten Bereich
  7. Wenn das Myzel sich in dem ganzen Sack verbreitet hat (wie ein weißes Netz), ist es Zeit für die Fruchtbildung. Legen Sie die Säcke an einem hellen Ort im Gewächshaus (aber nicht in direktes Sonnenlicht) und entfernen Sie das Klebeband. Wenn Sie Ihren Pilzsack in Zeitungspapier eingewickelt haben, entfernen Sie das Papier wieder, wenn es Zeit für die Fruchtbildung ist.
  8. Wenn der größte Pilz sich entfaltet hat und am Rand „scharf“ wird, sind die Pilze bereit für die Ernte.
  9. Schließen Sie die Löcher mit normalem Klebeband, lassen Sie den Sack ruhen (10-14 Tage) und machen Sie neue Schnitte in dem Sack. Wenn Ihr Sack mit der Pilzbildung fertig ist, können Sie das Myzel entweder mit neuem Stroh vermischen und weitere Säcke herstellen, oder Sie können es auf Kompost werfen oder den Inhalt als Dünger für Ihre Pflanzen im Gewächshaus verwenden.

Wenn Sie mit der Anzucht anfangen, ist die optimale Temperatur 18 °C, aber vermeiden Sie die Säcke in direktes Sonnenlicht im Gewächshaus zu legen. Wenn Sie Schnecken im Garten haben, oder nicht so viel Platz im Gewächshaus haben, können Sie Ihren Pilzsack aufhängen, um zu verhindern, dass sie Ihre Pilze fressen. Je älter Ihr Pilzsack wird, desto länger dauert es, bis Sie Ihre Pilze ernten können.  

 

Wenn Sie eine Pause von der Anzucht machen wollen, können Sie den Sack fast überall hinstellen. Solange der Sack luftdicht ist, kann er problemlos Frost vertragen und wird bei zu großer Kälte oder Hitze einfach überwintern.

 

Der Guide ist in Zusammenarbeit mit Bendt Rossander von ‚Fyns Ø Svampe‘ ausgeformt.

Haben Sie Klotze oder etwas ähnliches im Garten, oder sollen Sie einen Laubbaum beschneiden oder fällen, können Sie diese für Anzucht von Ihren Lieblingspilzen entlang der schattigen Seite des Gewächshauses verwenden.

Du skal bruge

  • Dübel (oder kleine Holzstäbchen mit einem Durchmesser von 8-10 mm) aus Laubbaum, vorzugsweise Buche oder Birke
  • Einen Klotz oder einen Baumstumpf aus Laubbaum, vorzugsweise Buche oder Birke
  • Myzel des Pilzes, den Sie züchten möchten
  • Ein altes Marmeladenglas mit Deckel
  • Luftdurchlässiges Klebeband
  • inen Hammer und Nägel, um Löcher im Deckel zu machen
  • Spiritus
  • Eine Schale, einen Topf und einen Durchschlag
  • 8-10 mm Bohrer und Bohrmaschine
  • Bienenwachs oder Stearin
  • Einen Pinsel

 

Sådan gør du

  1. Legen Sie die Dübel in eine Schale mit Wasser ein bis zwei Tage lang. Anschließend kochen Sie die Dübel in 20-30 Minuten, um sie zu pasteurisieren und noch weicher zu machen. Lassen Sie die Dübel abtropfen, und kühlen Sie sie bis Raumtemperatur ab.
  2. Machen Sie Löcher in den Deckel mit einem Hammer und Nägeln, damit das Myzel Sauerstoff bekommen kann, und desinfizieren Sie Ihr Marmeladenglas sorgfältig (mit kochendem Wasser und/oder Spiritus). Kleben Sie luftdurchlässiges Klebeband über die Löcher, um das Risiko einer Kontamination zu verringern.
  3. Füllen Sie die Dübel in Ihr Marmeladenglas. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Hände sauber sind, und vermeiden Sie es, die Dübel und das Myzel, wenn möglich, zu berühren. Setzen Sie den Deckel auf und schütteln Sie das Glas, bis das Myzel und die Dübel gut vermischt sind. Stellen Sie das Marmeladenglas an einen dunklen Ort bei Raumtemperatur.
  4. Warten Sie drei bis vier Wochen, bis das Myzel die Dübel durchdrungen hat. Wenn das Myzel sich wie eine weiße Schicht auf den Dübeln ausgebreitet hat, sind sie bereit.
  5. Bohren Sie Löcher für die Dübel um den Klotz oder den Baumstumpf herum. Die Löcher sollten ½ cm länger als die Dübel sein, damit am inneren Ende des Lochs noch etwas Luft ist. Drehen Sie den Bohrer beim Bohren ein wenig; in dieser Weise wird der Durchmesser der Löcher ein bisschen grösser, und Sie können die Dübel leichter in das Holz einsetzen. Setzen Sie die Dübel in die Löcher ein. Schmelzen Sie das Bienenwachs in einem Wasserbad, und tragen Sie mit einem Pinsel eine Dünne Schicht auf die Löcher auf. Wenn Sie in den oberen Teil eines Baumstumpfs oder eines Klotzes bohren, sollten Sie nahe der Rinde bohren, da sich die Pilze am besten im Raum zwischen der Rinde und dem Holzkern ansiedeln. Wenn Sie einen Klotz verwenden, weichen Sie ihn ein oder zwei Tage lang ein, bevor Sie anfangen, und stellen Sie Ihren Klotz nach dem Veredeln an die schattigste und feuchteste Stelle des Gewächshauses.
  6. Haben Sie Geduld und warten Sie, bis sich das Myzel im Klotz oder im Stumpf ausbreitet. Wenn Sie in einem Klotz züchten, ist es wichtig, ihn regelmäßig zu gießen (einmal pro Woche), damit er immer feucht ist.
  7. Wenn der größte Pilz sich entfaltet hat und am Rand „scharf“ wird, sind die Pilze bereit für die Ernte.

Stellen Sie ihre veredelten Klötze dekorativ entlang des Gewächshauses und warten Sie darauf, dass sie Pilze liefern, die Sie regelmäßig ernten können. Wenn Sie Pilze in Holz züchten, kann es ein oder zwei Jahre dauern, bis Fruchtkörper erscheinen. Andererseits erhalten die Pilze viel mehr Nährstoffe, als wenn man sie beispielsweise in Stroh oder Kaffeesatz züchten. Je nach Größe des Baumstumpfes können Sie über mehrere Jahre hinweg Pilze ernten.

 

Sie können fast jeden Laubbaum für Anzucht verwenden, also verwenden Sie dem, was Sie oder Ihr Nachbar haben. Verwenden Sie einen Klotz, empfehlen wir eine Größe von mindestens 10 cm in Durchmesser und 30-40 cm in der Länge, aber versuchen Sie mit dem, was Sie haben. Wir empfehlen, dass ein frischer Klotz ein bis drei Monate trocknen soll, bevor Sie es veredelt, oder verwenden Sie ein altes trockenes Stück Holz, auf dem noch keine anderen Pilze wachsen. Wenn Sie einen Stumpf verwenden, empfehlen wir die Veredelung in den ersten 9-12 Monaten nach dem Fällen. Je frischer der Stumpf ist, desto weniger konkurrierende Pilze gibt es, aber auch ein älterer Stumpf kann verwendet werden, wenn er nicht schwarz und verrottet ist.

 

Wenn Sie keine Dübel haben, können Sie sie leicht selbst herstellen, indem Sie z.B. Äste von Buche oder Birke abscheiden. Wie viele Dübel Sie in Ihren Klotz bohren, entscheiden Sie selbst, aber je mehr, desto besser. Wir verwenden ungefähr 100 g Myzel (hier zählt die Körner, auf denen es gewachsen ist, mit) für 60 Dübel, aber Sie können auch mit weniger auskommen. Dann dauert es vielleicht ein bisschen länger, bis sie für die Veredelung bereit sind.

 

Der Guide wurde in Zusammenarbeit mit der Funga Farm ausgeformt.

 

Lesen Sie auf forum.tagtomat.dk und tagtomat.dk/guides, um weitere Inspiration und Anleitung zu finden.

 

Viel Spaß bei der Pilzanzucht!

Om TagTomat

Hinter der dänischen Firma TagTomat (dt. DachTomate) steht ein Team, das mit einer großen Vielfalt an grünen Fertigkeiten die Passion teilt, grüne Gemeinschaften zu schaffen, und zu grünen do-it-yourself und do-it-together Projekten anregt und inspiriert. TagTomat verkauft biologische Blumen- und Gemüsesamen, die mit Hilfe von einer Maschine aus dem Jahr 1895 verpackt werden, stellt Pflanzkästen her und verkauft auch Unterrichtsmaterialien für Anbaukits von Pilzen und Mikrogemüsen. Das Ganze begann im Jahr 2011 im Herzen vom Kopenhagener Stadtteil Nørrebro, mit fünf selbstbewässernden Pflanzkästen auf einer Mülltonnenbox. Weitere Informationen können Sie auf der Website von TagTomat finden.

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