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Viktoria Heyn

15 Feb 2024 09:00

Der Garten im Winterschlaf

Pflanzenreste als Nahrungsquelle

Im Februar sind der Garten und das Gewächshaus noch im Winterschlaf. Auf den Beeten befinden sich Pflanzenreste von der letzten Gartensaison, diese sind nämlich eine wichtige Nahrung und Unterschlupf für zahlreiche Insekten. Deshalb sollen trockene Stängel und Blüten nicht im Herbst aus den Beeten entfernt werden, sondern über den Winter im Garten verbleiben. In den Pflanzenresten befinden sich oft auch noch Samen, welche als Nahrungsquelle für verschiedene Arten dienen. Die Pflanzenreste im Garten werden von Bakterien, Algen und Pilzen zersetzt und reinigen den Boden, so entsteht wertvoller Humus. Im Frühjahr, kurz vor der Aussaat, werden die restlichen Pflanzen entfernt und die Beete mit frischer Komposterde angereichert.

 

Die Saison vorbereiten

Das Gewächshaus wird im Februar gereinigt und für die kommende Saison vorbereitet. Der Boden wird aufgelockert, Beikraut entfernt und mit ordentlich Kompost angereichert, damit die Pflanzen direkt mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind. Die Scheiben des Gewächshauses reinigen wir von innen und außen gründlich mit Wasser und Neutralseife. Die Reinigung ist ein wichtige Grundvorrausetzung für die kommende Gartensaison, denn damit werden Bakterien, Schädlinge und Pilze entfernt. Hierbei ist auch darauf zu achten, dass das Reinigungsmittel biologisch abbaubar ist.

 

Pastinaken und anderes Wintergemüse abernten

Zu Beginn der neuen Saison wird bei uns im Garten das restliche Wintergemüse abgeerntet und verbraucht. In den Beeten vor dem Gewächshaus haben noch Pastinaken überwintert. Die Pastinaken säen wir im April aus und nach knapp einem Jahr ernten wir noch die letzten Früchte aus den Beeten. Pastinaken sind unkompliziert, können über den Winter in der Erde verbleiben und überstehen auch kurze frostige Wintertage.

Wir säen sie im April in die Beete, dafür ziehen wir eine Furche von ca. 2cm und streuen die Saat großzügig aus. Der Reihenabstand beträgt ca. 40cm. Der Boden wird nach der Aussaat immer feucht gehalten, nach ca. 3 Wochen gehen die Samen auf. Wir kombinieren die Pastinaken gerne mit Kartoffeln, vor allem als Suppe kann man sie an kalten Wintertagen genießen.

 

Rezept für die Kartoffel-Pastinaken Suppe

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Öl
  • 250g Kartoffeln
  • 250g Pastinaken
  • 1 Möhre
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 100ml Hafersahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
  • Chili
  • Muskat
  • Optional: Petersilie

Zubereitung:

  1. Das Gemüse schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebeln in etwas Öl anbraten, dann die zerkleinerten Kartoffeln, Pastinaken und Möhren dazugeben und ca. 3-5 Minuten anbraten. Knoblauch hinzufügen und mit Gemüsebrühe ablöschen.
  2. Salz hinzufügen und die Suppe nun ca. 20 Minuten kochen lassen.
  3. Am Ende der Kochzeit Pfeffer, Chili, Paprika, Muskat und Hafersahne hinzufügen und die Suppe pürieren, abschmecken und servieren. Für eine extra Portion Vitamin C könnt ihr die Suppe noch mit Petersilie toppen.

Om Viktoria Heyn

Viktoria Heyn ist Erzieherin, Sozialarbeiterin und Autorin und unterhält den erfolgreichen Instagram „naturlandkind“. Sie ist im Wendland auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat schon früh das Gärtnern von ihrer Familie gelernt.

Seit ein paar Jahren bewirtschaftet sie gemeinsam mit ihrer Familie den über 50 Jahre alten Garten auf dem Hof und versucht sich über die Sommermonate hinaus selbst aus dem Garten zu versorgen. Auf ihrem Instagram Account nimmt sie ihre Follower*innen regelmäßig mit in den Garten und gibt Tipps zur Anzucht, Aussaat und Pflege der Pflanzen. Dabei schöpft sie aus dem weitergetragenen Wissen der vorherigen Familien-Generationen.

Viktoria ist Gewächshaus-Anfängerin und gibt Tipps, was man anfangs beachten sollte.

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