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Drivhusklubben/Greenhouse Forum/Gewächshausclub

27 Mrz 2024 12:21

Guide: Melonen im Gewächshaus

 

Tomaten, Gurken und Chilis sind echte Klassiker im Gewächshaus. Diese Kulturen können Sie anbauen, egal welches Gewächshaus Sie haben. Die Auswahl an Tomatensorten ist so groß, dass es beinahe eine Sorte für jedes Gewächshaus-Modell gibt.

Bei Melonen ist das ein bisschen anders. Eine Melone braucht ein Gewächshaus mit Platz und viel Wärme. In den kommenden Monaten beschäftigen wir uns in diesem Artikel ganz genau mit dem Melonenanbau im Gewächshaus. Monat für Monat versorgen wir Sie mit praxisnahen Tipps, damit die Melone zu Ihrem neuen Favoriten im Gewächshaus werden kann.

 

März

Der erste Frühlingsmonat hat begonnen und sicherlich haben viele von Ihnen bereits mit dem Vorziehen von Tomaten und Chilis begonnen. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle den vielleicht wichtigsten Rat für den Melonenanbau geben:  Gedulden Sie sich und warten Sie bis April, bevor Sie mit Pflanzenerde, Keimschalen und Samen auf der Fensterbank starten. Der März fordert Ihre Aufmerksamkeit in anderen Bereichen. Ein sorgfältig geplanter Start ist entscheidend für den Erfolg der restlichen Gartensaison.

Tipp: Warten Sie mit dem Vorkeimen bis April!

 

Melonen im Gewächshaus: Wie viel Platz benötigen sie wirklich?

Der Melonenanbau erfordert ausreichend Platz! Im Gegensatz zu Tomaten, die auch als Zwergsorten erhältlich sind, brauchen alle Melonensorten viel Platz im Gewächshaus. Aufgrund der Klimabedingungen im Sommer raten wir davon ab, Melonen in Gewächshäusern mit einer Fläche von 6 m² oder weniger anzubauen. Für ein optimales Melonenwachstum und um die Zucht voll auskosten zu können, empfehlen wir ein Gewächshaus mit mindestens 10 m².

Melonen zeigen ein Wachstumsverhalten, das dem von Gurken sehr ähnlich ist. Wer bereits Erfahrung mit dem rasanten und üppigen Wachstum von Gurken in den Sommermonaten hat, kann sich auf ähnliche Bedingungen bei Melonen einstellen.

Melonen zeigen von Natur aus ein kletterndes oder kriechendes Wachstumsmuster und lassen sich sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung kultivieren. Beim horizontalen Anbau breitet sich die Pflanze auf dem Boden des Gewächshauses aus, was wenig Arbeitsaufwand, aber viel Platz beansprucht.

Entscheiden Sie sich hingegen für den vertikalen Anbau, können Sie die Pflanze hochbinden, sodass sie ihre Früchte entlang des gestützten Hauptstamms entwickelt. Diese Methode ermöglicht eine effizientere Raumnutzung im Gewächshaus, erfordert jedoch das Anbinden sowohl der Pflanzen als auch der Früchte. Dies spart Platz und ermöglicht theoretisch eine höhere Fruchternte.

Ganz gleich, welche Anbaumethode Sie bevorzugen, es ist empfehlenswert, pro 8 bis 10 m² Fläche nicht mehr als eine Melonenpflanze zu setzen. Eine engere Bepflanzung kann insbesondere im Sommer ein übermäßig feuchtes Klima im Gewächshaus begünstigen, was wiederum zu Schwierigkeiten führen kann. Beachten Sie diesen Rat, um ein optimales Wachstum Ihrer Melonen bei gleichzeitigem Schutz vor möglichen Problemen durch zu hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten.

Top-Tipps für den Melonenanbau
  • Vertikaler Anbau ist platzsparend, erfordert jedoch, dass die Pflanze und die Früchte hochgebunden werden. (Foto)
  • Horizontaler Anbau erfordert am wenigsten Arbeit.
  • Die Anzahl der Pflanzen und die Größe des Gewächshauses sollen zusammenpassen.

 

Melonensorten geschickt wählen: darauf sollten Sie achten

Die Verlockung, im Gewächshaus eine Vielfalt an Pflanzen zu kultivieren, kann groß sein, vor allem, wenn man die reichhaltige Familie der Melonen betrachtet. Melonen (Cucumis melo) sind Teil der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und somit verwandt mit Zucchini, Gurken, Kürbissen und Wassermelonen. In diesem Kontext behandeln wir Melonen und Wassermelonen gemeinsam.

Überlegen Sie gut, bevor Sie sich für eine Sorte entscheiden. Melonen stammen ursprünglich aus Regionen wie Persien oder Afrika, wo das Klima deutlich wärmer ist als in Deutschland. Eine der größten Herausforderungen im hiesigen Klima ist die kurze Sommersaison, die oft nicht ausreicht, um Melonen vollständig reifen zu lassen – auch nicht im Gewächshaus.

Es ist ratsam, vor dem Kauf die Reifezeit der gewählten Sorte zu prüfen, die in der Regel auf der Rückseite des Saatgutbeutels angegeben ist. Wählen Sie am besten für Sorten mit einer kurzen Reifezeit, die an das lokale Klima angepasst sind.

Die Verführung mag groß sein, exotische Melonensorten aus südlichen Ländern mitzubringen, doch ohne das passende Klima ist ein erfolgreicher Anbau unwahrscheinlich. Die Anpassung der Pflanze an ihr ursprüngliches Klima kann dazu führen, dass die Früchte in unseren Breiten bis zum Ende des Sommers nicht ausreifen.

Die Cantaloupe-Melone kann beispielsweise auch dann reifen, wenn der Sommer dem Herbst weicht – im Gegensatz zur Sorte 'Sugar Baby'. Beachten Sie, dass es lokale Unterschiede gibt, die von Land zu Land und von Sorte zu Sorte variieren.

Top-Tipps für die Wahl der Melonensorte
  • Kaufen Sie das Saatgut lokal.
  • Lesen Sie die Informationen auf der Rückseite des Samenbeutels und ermitteln Sie die Entwicklungszeit der jeweiligen Sorte.

 

April

Der April verwöhnt uns mit Frühlingssonne und vielen warmen Stunden im Gewächshaus. Falls Sie sich Sorgen machen, zu Ostern mit dem Vorkeimen noch im Rückstand zu sein – keine Panik, denn es ist noch ausreichend Zeit. Für Melonen beginnt jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Idealerweise sollten Sie Melonensamen im April auf der Fensterbank vorkeimen lassen, und zwar 3-4 Wochen, bevor sie ins Gewächshaus umziehen. Sobald die Samen keimen, wachsen die Pflanzen rasant und erobern binnen weniger Wochen die gesamte Fensterbank. Aus diesem Grund ist es klug, mit dem Vorkeimen zu warten, bis die jungen Pflanzen direkt nach dem Größerwerden ins Gewächshaus umgesiedelt werden können.

Startklar fürs Vorkeimen – Was Sie wirklich brauchen

Sie können viel Geld für die Utensilien zum Vorkeimen ausgeben, doch das muss nicht sein. Sinnvoller ist es, von Beginn an in die richtige Ausrüstung zu investieren, die Sie dann über Jahre hinweg nutzen können. Beim Kauf der richtigen Utensilien, sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Die Samen, die Sie pflanzen möchten
  • Den Zeitpunkt, zu dem Sie mit dem Vorkeimen beginnen möchten
  • Das Wachstumstempo der ausgewählten Sorte

Melonensamen sind zum Beispiel groß und keimen schnell – oft schon innerhalb von 7 Tagen unter optimalen Aussaat- und Temperaturbedingungen.

Für den Anbau von Melonen ist es entscheidend, eine Keimschale mit ausreichend großem Erdvolumen und genügend Platz zwischen den Pflanzzellen zu wählen. Kleine, kompakte Keimschalen mögen auf der Fensterbank zwar platzsparen, sind jedoch für Melonen weniger geeignet. Anstelle von Keimschalen greifen manche auf normale 12 cm Töpfe für die Vorkeimung zurück.

Es ist essenziell, dass Sie Ihre Samen in spezieller Aussaat- und Pikiererde säen. Diese Erde ist fein, porös und ohne zusätzlichen Dünger, was sie ideal für keimende Samen und junge, zarte Pflanzen macht.

Feuchten Sie die Erde an und schaffen Sie eine kleine Vertiefung für den Samen. Die Vertiefung sollte maximal das Dreifache der Samengröße betragen. Bei einem Melonensamen von etwa 3 mm bedeutet dies eine Saattiefe von ca. 0,5 cm. Säen Sie den Samen stets senkrecht und nicht waagerecht - das beugt Fäulnis vor, besonders wenn Sie zu Überwasserung neigen.

Top-Tipps für das Vorkeimen im April
  • Kaufen Sie eine Keimschale mit großem Erdvolumen und ausreichend Platz zwischen jeder Pflanze.
  • Kaufen Sie qualitativ hochwertige Pflanzutensilien, die Sie über Jahre hinweg wiederverwenden können.
  • Verwenden Sie Aussaat- und Pikiererde, allerdings keine, die auf Kompost basiert.

 

Optimale Keimbedingungen

Für ideale Keimbedingungen bedecken Sie Ihre Keimschale mit einem Plastikdeckel, einem Plastikbeutel oder einem Pflanzvlies. Positionieren Sie die Schale am besten in einem Fenster, das nach Osten oder Westen ausgerichtet ist, um die optimale Keimtemperatur von 22-25°C zu erreichen. Sobald die ersten Keimblätter erscheinen, entfernen Sie die Abdeckung, damit die jungen Pflanzen so viel Sonnenlicht wie möglich erhalten.

Zu viel Wärme und zu wenig Licht führen dazu, dass die Pflanzen lang und schwach werden, was sie anfällig für Brüche macht, oder dafür sorgt, dass die Pflanzen umkippen. Besonders im April können Fensterbänke sehr warm werden, weshalb es ratsam ist, die Temperatur etwas zu reduzieren, sobald die Pflanzen ihre ersten richtigen Blätter entwickeln.

Obwohl manche für die Vorkeimung künstliches Licht einsetzen, ist dies bei Melonen nicht nötig, wenn Sie im April starten. Zu diesem Zeitpunkt ist in der Regel genügend natürliches Licht vorhanden, sodass zusätzliches Wachstumslicht überflüssig wird. Zudem sollten die Pflanzen bald ins Gewächshaus umziehen können.

Top-Tipps für die richtigen Lichtverhältnisse
  • So viel natürliches Licht wie möglich
  • Verwenden Sie kein künstliches Pflanzenlicht, wenn Sie im April mit dem Vorkeimen beginnen

 

In den kommenden Monaten begleiten wir Sie bei Ihrem Melonenanbau. Schon bald halten wir auf dieser Seite weitere Tipps und Ratschläge für Sie parat.

Maj

Juni

Juli

August

September

 

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Der Gewächshausclub steht sowohl hinter diversen Artikeln, die über außergewöhnliche Gewächshausprojekte berichten, als auch hinter Erfahrungsberichten von Juliana-Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die ihre Erlebnisse und Anleitungen rund um das Gewächshaus teilen.

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