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Lars Lund

08 Sep 2020 15:33

Kranke Trauben vermeiden

Fast alle Krankheiten im Gewächshaus sind auf eine schlechte Belüftung zurückzuführen. Daher ist es wichtig, dass die Belüftung gut funktioniert.

Jetzt reifen die Trauben und es kann fleißig geerntet werden.

Foto: Grøn Kommunikation ©

 

Von Lars Lund 

Wenn das Wetter zwischen Kälte und Wärme wechselt, wenn die Tage warm und die Nächte kühl sind und es langsam Herbst wird, ist das Krankheitsrisiko signifikant höher als bei relativ konstanten Temperaturen. Aus diesem Grund verfügen professionelle Gartenbaubetriebe über verschiedene Steuerungsgeräte, mit denen sie die Temperatur auch in Gewächshäusern konstant halten können. Für diejenigen von uns, die keine derartigen Geräte zur Verfügung haben, ist das wichtigste Instrument der Krankheitsvorbeugung, sicherzustellen, dass die Pflanzen ausreichend Nahrung und Wasser haben, und dass das Gewächshaus immer gut durchgelüftet wird.

 

Bald werden Sie viele aufgeplatzte Tomaten erleben. Grund dafür ist Kondenswasser auf der Tomatenhaut. Das Kondenswasser schränkt die Atmungsfähigkeit der Tomate ein und die Tomatenhaut reißt auf. Um dies zu vermeiden, lüften Sie gut durch und halten Sie ein Fenster ruhig den ganzen Tag offen.

 

Weintrauben werden zu Rosinen

Zurzeit sind es die Weintrauben, die Probleme bereiten können. Sie ziehen sich zusammen, sodass sie aussehen wie Rosinen. Auch hier sind häufig zu großen Temperaturschwankungen und zu hohe Luftfeuchtigkeit die Ursache. Es kann jedoch auch auf Wassermangel in den unteren Bodenschichten zurückzugeführt werden. Das tritt am häufigsten auf, wenn der Wein im Gewächshaus gepflanzt wird.

 

Der Beginn des Mehltaus. Bald platzen die Trauben auf.

Foto: Grøn Kommunikation ©

 

Mehltau

Mit einer grauweißen Schicht überzogene Trauben sind von Mehltau befallen. Anfänglich sind es die Blätter, die eine grau-weiße Pilzschicht aufweisen. Später bekommen die Trauben die gleiche Krankheit. Sie platzen und hören auf zu wachsen. Wenn die Pflanze mit Mehltau befallen ist, kann man nicht viel anderes tun, als die erkrankten Teile der Pflanze zu entfernen. Um Mehltau vorzubeugen, kann einen Knoblauchextrakt verwendet werden. Auf der einen Seite tritt Mehltau häufig dann auf, wenn die Trauben in starkem Luftzug stehen und sehr trocken werden. Andererseits ist es wichtig, dass trotzdem gut durchgelüftet wird, da sonst die Luftfeuchtigkeit zu hoch wird.

Grauschimmel ist leicht zu erkennen.

Foto: Grøn Kommunikation ©

 

Schimmel

Eine mausgraue Schicht auf den Trauben lässt sich meist auf Grauschimmel zurückführen. Der kommt vor, wenn die Trauben zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Um Grauschimmel zu vermeiden, sollte man die Weinreben ausdünnen, sodass mehr Luft zwischen die Trauben kommen kann.

 

Läuse

Die Schildlaus zeigt sich durch klebrige Blätter und braune Flecken am Stiel. Die Schildlaus befällt auch schwarze Johannisbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Die Läuse saugen sich zunächst an der Blattunterseite fest und wandern von dort, noch vor dem Laubwechsel zurück zum Stängel, wo sie überwintern. Um die Läuse loszuwerden, kann man sie einfach zerdrücken oder mit einer Zahnbürste und Alkohol wegreiben.

 

Gallmilben

Gallmilben können ebenfalls den Wein angreifen. Die Blätter wölben sich dann nach oben und die Unterseite ist mit einer dichten Schicht feiner, weißlicher Härchen überzogen, die schließlich dunkel und gelblich braun werden. Dieser Schaden bezieht sich zum Glück nur auf das Aussehen, lassen Sie die Blätter also ruhig an der Pflanze.

 


Auch Tomaten können zerplatzen.

Foto: Grüne Kommunikation ©

 

 

Om Lars Lund

Dänischer Gartenexperte & Gartenjournalist

Lars beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Gärten und Gewächshäusern. Lars hat diverse Bücher über Gewächshäuser veröffentlicht und an einer Reihe von Gartensendungen des dänischen Fernsehsenders „TV2 Fyn” teilgenommen. Lars ist ein wandelndes Gartenlexikon und kann jegliche Fragen zum Gartenbau beantworten - sowohl in Bezug auf grundlegende als auch kompliziertere Projekte.

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