...

Blog


...

Drivhusklubben

08 Sep 2020 15:31

Dies sollten Sie bedenken, bevor Sie ein Gewächshaus kaufen


Der Kauf eines Gewächshauses hängt mit einer Reihe von Entscheidungen zusammen. Ein Gewächshaus wird viele Jahre im Garten stehen, und deswegen ist es wichtig einige gründliche Überlegungen anzustellen, und sich ein paar Fragen zu stellen, um herauszufinden welche Bedürfnisse und Wünsche man in Bezug auf das neue Gewächshaus hat. Juliana möchte die Käufer und Käuferinnen gerne bei ihrer Entscheidung unterstützen und hat deshalb hier einen Guide zusammengestellt.

 

Die Größe – denken Sie nicht nur an das Grundareal, sondern auch an die Höhe

Es ist natürlich wichtig zu überlegen, wie groß das Gewächshaus sein soll. Hierbei sollte man auch die Höhe des Gewächshauses bedenken. Ein Gewächshaus mit einer Seitenhöhe von min. 150 cm und einer Gesamthöhe von 2m schafft ein gutes Raumgefühl. In so einem Gewächshaus kann man aufrecht stehen, während man mit den Pflanzen arbeitet oder wenn man das Haus als Aufenthaltsraum nutzt.

 

Wollen Sie Pflanzen anbauen, entspannen – oder beides?

Die Größe des Gewächshauses hängt weitgehend davon ab, wie viel Platz im Garten vorhanden ist und wo das Haus stehen soll. Aber es ist auch wichtig, sich im Klaren zu sein, wozu das Gewächshaus benutzt werden soll. Möchte man im Gewächshaus entspannen oder Tomaten und Kräuter anbauen, oder vielleicht sogar beides?

 

 


Abendessen in Gesellschaft oder Zeit für sich allein?

Soll die ganze Familie rund um den Tisch sitzen können, wenn kühle Sommerabende es nicht erlauben unter freiem Himmel zu sitzen? Dann benötigt man natürlich ausreichend Platz. Das bedeutet jedoch nicht, dass man unbedingt ein großes Gewächshaus benötigt, um Platz für eine gemütliche Ecke zu schaffen. Es geht lediglich darum, den Platz richtig auszunutzen.

 

Kräuter oder Riesenkürbis?

Es ist wichtig zu überlegen, was man gerne anpflanzen möchte. Sind es Pflanzen, die viel Platz benötigen? Oft wird unterschätzt, wie viel Platz die unterschiedlichen Pflanzen zum Wachsen brauchen und man kauft ein zu kleines Gewächshaus. Wenn man erstmal damit angefangen hat sein eigenes Obst und Gemüse anzubauen und sich daran gewöhnt hat Zucchini, Tomaten und Melonen zu ernten, dann bekommt man vielleicht Lust das Sortiment zu erweitern. Man sollte also genau überlegen, was man gerne anpflanzen möchte. Sollen es nur Kräuter sein oder wünscht man sich viele verschiedene und größere Pflanzen?

 

Vier oder mehr Ecken?

Ein Gewächshaus kommt in vielen verschiedenen Formen. Der Klassiker ist das rechteckige Gewächshaus, aber es gibt auch Gewächshäuser in einem Pavillon ähnlichen Stil mit beispielsweise fünf Ecken oder quadratisch, mit gemauertem Sockel oder einem Erker. Man kann sich jedoch sicher sein, dass Tomaten und andere Pflanzen ebenso gut in einem runden wie in einem eckigen Gewächshaus gedeihen. Bei der Wahl geht es also hauptsächlich um individuelle Vorlieben, die letztendlich vom persönlichen Geschmack und Stil abhängen.

 

 

 

Juliana Veranda ist die perfekte Lösung, wenn man eine Mauer wie diese hat.

Foto: Juliana.

 

 

Ein eckiges Haus vermittelt die Atmosphäre eines Pavillons. Hier gibt es reichlich Platz zum Anbauen von Pflanzen und zum Entspannen. Dies ist das Gewächshaus Halls Atrium.

Foto: Juliana


Das klassische rechteckige Modell. Hier das Gewächshausmodell Juliana Premium.

Foto: Juliana

Glas oder Stegdoppelplatten (Polycarbonat)?

Kurz gesagt, ist Glas die ästhetischere Lösung, während Stegdoppelplatten die praktischere Lösung darstellen.

Wählt man Glas, sollte man überlegen, ob es Blankglas oder Sicherheitsglas sein soll. Sicherheitsglas hat den Vorteil, dass es, wenn es kaputt geht, in kleine Kugeln zerbricht und nicht in große scharfe Scherben, wie bei normalem Gewächshausglas. Das Glas kommt in vollen Längen, und verleiht dem Gewächshaus ein ästhetisches Aussehen.  

Im Hinblick auf den Preis, sind die Stegdoppelplatten teurer geworden, während das Blankglas günstiger geworden ist. Preislich merkt man letztendlich allerdings keinen großen Unterschied. Informieren Sie sich jedoch sicherheitshalber in Ihrem lokalen Gewächshauscentrum.

Man würde meinen, dass Glas zerbrechlicher ist als Stegdoppelplatten. Wählt man jedoch Sicherheitsglas, erhält man ein ebenso stabiles Gewächshaus, wie mit den Stegdoppelplatten. Im Vergleich ist normales Blankglas zerbrechlicher und kann leichter kaputt gehen, wenn es beispielsweise von einem Stein oder Fußball getroffen wird.



Ein Gewächshaus mit Stegdoppelplatten.

Foto: Juliana

 

Vorteile bei Glas:

  • Sie können nach draußen schauen, wenn Sie im Gewächshaus sitzen.
  • Es kommt mehr Licht an die Pflanzen.
  • Die UV- Strahlen werden nicht zersetzt, und halten (fast) ewig.
  • Die Glasscheiben sind leicht sauber zu halten.
  • Glasscheiben verleihen dem Gewächshaus ein ästhetisches Aussehen.

Nachteile bei Glas:

  • Es gibt große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht – das kann das Pflanzenwachstum negativ beeinträchtigen.
  • An sonnigen Tagen kann es notwendig sein für zusätzlichen Schatten zu sorgen.
  • Glasscheiben isolieren nicht so wie Stegdoppelplatten und in kalten Nächten, kann es notwendig sein das Gewächshaus zusätzlich zu beheizen.
  • Die Gewächshaussaison ist typisch kürzer, da das Glas keinen isolierenden Effekt hat.
  • Es ist schwieriger das Gewächshaus im Winter frostfrei zu halten.

 

Vorteile bei Stegdoppelplatten:

  • Stegdoppelplatten haben einen isolierenden Effekt und es gibt keine großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Deshalb ist es einfacher das Gewächshaus im Winter frostfrei zu halten.
  • Stegdoppelplatten spenden Schatten. Daher ist es nicht notwendig für zusätzlichen Schatten zu sorgen.
  • Stegdoppelplatten verlängern die Gewächshaussaison 1 – 2 Monate.

Nachteile bei Stegdoppelplatten:

  • Stegdoppelplatten verleihen dem Gewächshaus nicht das gleiche ästhetische Äußere wie Glas, und man kann nicht nach draußen sehen, wenn man im Gewächshaus sitzt.
  • Stegdoppelplatten zersetzen die UV-Strahlen.
  • Es kann im Frühjahr notwendig sein eine künstliche Lichtquelle einzusetzen, wenn die Sonnenstunden noch nicht ausreichen.
  • Das Gewächshaus sollte häufiger durchgelüftet und die Pflanzen häufiger gegossen werden, da Stegdoppelplatten dichter sind als Glas.
  • Stegdoppelplatten bedürfen einer gründlicheren Reinigung, da sich Schmutz und grüne Algen in den Rillen der Platten ansammeln können.

 

Die Profile – Aluminium oder Holz?

Die meisten Gewächshäuser bestehen aus Aluminium. Es gibt auf dem Markt aber auch einige Gewächshäuser aus Holz. Darüber hinaus gibt es Gewächshausenthusiasten, die sich ihr ganz eigenes Gewächshaus bauen möchten, beispielsweise aus nachhaltigen Materialien.

Im Hinblick auf die Instandhaltung, gibt es zwischen den Alu- Profilen und den Gewächshäusern aus kanadischem Zedernholz keinen Unterschied.

 

Ein Gewächshaus aus Zedernholz. Entdecken Sie mehr unter: https://www.gabrielash.com/

Foto: Juliana

 

Bei Holzgewächshäusern könnte man meinen, dass sie vergänglicher sind als Aluminium Gewächshäuser. Wählt man jedoch ein Gewächshaus aus Zedernholz, hält es bis zu 30 Jahre. Holz absorbiert Regenwasser und die Feuchtigkeit der Luft, indem es das Wasser in sich aufnimmt.  Der Grund, weshalb Zedernholz so haltbar ist, ist weil es schneller trocknet als andere Holzarten – tatsächlich ist Zedernholz binnen weniger Stunden wieder vollkommen trocken. Deswegen schimmelt Zedernholz auch nicht so schnell wie andere Holzarten.

 

Preislich ist ein Gewächshaus aus Aluminium günstiger als ein Gewächshaus aus Zedernholz. Der Vorteil bei Aluminiumgewächshäusern ist außerdem, dass man neben der klassischen Aluminiumfarbe häufig auch andere Farben wählen kann – beispielsweise grün, schwarz oder anthrazitgrau.

Baugenehmigung

Die meisten Gewächshäuser benötigen keine Baugenehmigung. Die nicht baugenehmigungspflichtigen Bauvorhaben gelten als „verfahrensfreie Vorhaben“. Dies unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Am besten informiert man sich beim zuständigen Amt, um sicherzustellen, dass man das Gewächshaus gemäß den Regelungen aufbaut.

Man sollte auch beachten, dass Eigentümergemeinschaften und Gartenkolonien separate Regeln haben können, wenn es um die Gestaltung des Gartens geht.

 

Fundament – fertig kaufen oder selber bauen?

Ein gutes Fundament ist wichtig, einerseits verleiht es dem Gewächshaus Stabilität, und andererseits, decken die meisten Versicherungen nur Gewächshäuser, die fest im Boden verankert sind.

Hinsichtlich des Fundaments gib es verschiedene Möglichkeiten, man kann beispielsweise ein Stahlfundament oder ein gegossenes Fundament verwenden.

Der Nachteil eines gegossenen Fundamentes ist die 10-15 cm Betonkante, die in das Gewächshaus ragt, während ein Stahlfundament die gleiche Dicke, wie das Gewächshaus selber hat.

Hier erfahren Sie mehr zu Fundamenten:

 

Finanzierung

Es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten. Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihr lokales Gewächshauscentrum und finden Sie heraus welche Finanzierungen und Bezahlungsmethoden in Ihrem Fall möglich sind.

 

Wir empfehlen Ihnen in jedem Falle ein Gespräch mit den Verkäufern und Verkäuferinnen in unseren Gewächshauscentren, bevor Sie sich endgültige für ein Gewächshaus entscheiden. Und denken Sie dran, dass Sie nicht nur ein Gewächshaus kaufen, sondern auch etwas, dass Ihnen viel Freude bereiten wird.


Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen.

 

Lassen Sie sich inspirieren:

www.Gewaechshauscentrum.de 

www.Juliana.com/de