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Drivhusklubben

08 Sep 2020 15:33

Ein richtiges Gewächshausschloss

Charlotte liebt ihre Gongs, die sie zu Meditationskursen im Gewächshaus benutzt.

 

Text und Foto: Nanna Stærmose

 

 

Als Charlotte Banff und ihr Mann Mikkel in ihr Bauernhaus bei Skibby auf Seeland gezogen sind, bekamen sie ein 300 m² großes Gewächshaus mit dazu. Es war völlig zugewuchert und voll von Moos. Heute haben sie daraus eine Meditationsoase geschaffen, in der Weinreben und alte Feigen- und Pfirsichbäume für Schatten und Atmosphäre sorgen.

Ein 300 m² großes, zugewuchertes Gewächshaus kann selbst den erfahrensten Gärtner herausfordern, aber Charlotte Banff und ihr Mann Mikkel haben die Herausforderung sofort in Angriff genommen. Im Jahre 2013 kauften sie den Bauernhof Ll. Bredviggård bei Skibby mit Aussicht über den Roskilde Fjord. Heute ist das Gewächshaus eine wunderschöne Oase, in der Charlotte unter anderem Meditationskurse veranstaltet.

„Es war ein sehr umfassendes Projekt. Aber ich habe einen Mann mit starken Oberarmen, und Eltern, die fleißig mitgeholfen haben,“ sagt Charlotte.

Der Gewächshaus-Club besuchte Ll. Bredviggård an einem Julitag im Sommer 2020 – einem durchschnittlichen Sommertag in Dänemark, mit lauwarmen Temperaturen und weißen Sommerwolken am Himmel.

Entlang der einen Gewächshauswand wachsen unterschiedliche Tomatenpflanzen – Cherry-, Pflaumen- und Fleischtomaten – und Zucchini in Hochbeeten.  Weiter hinten im Gewächshaus stehen Plastiksäcke mit Wasser- und Honigmelonen.

Aber eigentlich ist Charlotte weder von den Hochbeeten noch von den Plastiksäcken begeistert. „Ich pflanze meine Pflanzen am liebsten direkt in die Erde. So können sie sich Kraft aus dem Boden holen. Das ist viel besser für sie und auch viel natürlicher.“

 

 

Das Gewächshaus war ganz zugewuchert, als Charlotte und ihr Mann es im Jahre 2013 kauften.



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In großen Gewächshäusern wird heutzutage oft Platz sowohl für Pflanzen als auch für Gemeinschaft geschaffen.

 

Ein Experiment mit Glückstreffern und Herausforderungen

Am anderen Ende des Gewächshauses, dort, wo etwas mehr Schatten ist, sind ebenfalls Tomaten gepflanzt. Diese sind jedoch nicht so groß. Charlotte ist sich bewusst, dass sie nicht genug Sonne bekommen, den der Wein wirft sehr viel Schatten, doch sie mag es zu experimentieren und deshalb versucht sie es trotzdem. Die Tomaten im Schatten hat sie als kleine Pflanzen gekauft, während sie die anderen im Haus vorgekeimt hat. Dazu kommen ein paar Gurkenpflanzen, an denen die ersten Gurken bereits reif sind.

„Ich bin noch immer ein Neuling was das Anbauen von Pflanzen betrifft. Im ersten Jahr habe ich 15 verschiedene Tomatensorten und 10 Kürbissorten angepflanzt – ich verwendete alle Samen in jeder Tüte, und es endete damit, dass wir viel zu viele Kürbisse und Tomaten im Garten hatten. Ich hatte auch Zucchini, Mohrrüben, Lauch und Rote Bete angepflanzt – diese standen draußen im Garten, aber ich hatte nicht bedacht, dass der frühere Besitzer des Grundstückes dort Enten und Hühner gehalten hat. Durch den Enten- und Hühnerkot enthielt die Erde sehr viel Stickstoff. Das führte dazu, dass wir riesige Rote Bete und Zucchini von bis zu 5 kg ernten konnten, die jedoch leider ungenießbar waren.“

Charlotte lacht nachsichtig über sich selbst. Und das ist wahrscheinlich so, weil auf dem Hof und beim Anbauen von Pflanzen immer etwas zu tun gibt. Sie hat sich dazu entschlossen sich lediglich auf das zu konzentrieren, was gelingt und was sie schaffen kann.

Sowohl Charlotte als auch ihr Mann Mikkel arbeiten. Charlotte ist selbständig in der IT-Branche und arbeitet zusätzlich mit Healing und Cranio-Sakral Therapie für Tiere, und ist zurzeit dabei die „Animalhealer Academy“ ins Leben zu rufen.

Sie war schon immer tierlieb und auch auf dem Hof gibt es derzeit einige Tieren: 3 Hunde, 3 Katzen, 6 Pferde und Hühner und der Hahn Frederik, der den Hof mit scharfer Kralle regiert.

„Frederik ist ein Rebell, man sollte die Finger also nicht durch den Zaun stecken,“ sagt Charlotte, als wir in den Hühnerstall schauen, wo der Hahn am Zaun auf und ab schreitet.

 

Der Hahn Frederik markiert sein Territorium.

 

„Es ist unmöglich hier gestresst zu sein“

Im Gewächshaus wohnt ein Amselpaar mit ihren Küken, die fröhlich vor sich hin zwitschern, während wir im Gewächshaus sitzen. Es herrscht eine warme und entspannte Atmosphäre, was instinktiv dazu führt, dass man tief durchatmet. Charlotte sitzt auf der Erde, auf einen Teppich, neben ihrer großen Passion – zwei großen Gongs. Diese benutzt sie zur Klangheilung und für ihre Mediationskurse. Die Vibrationen der Gongs beeinflussen den Körper und bringen ihn in Balance, erklärt sie. Das Gewächshaus kann da etwas ganz Besonderes, findet sie.

„Es ist unmöglich hier gestresst zu sein.“

 


Charlotte und ihr Mann haben eine Terrasse vor dem Gewächshaus gebaut. Hier können sie die Abendsonne genießen.

 

Unter dem Dach wachsen die üppigen Weinreben – sieben verschiedene Sorten Wein, erzählt Charlotte. In der einen Ecke steht ein Kiwi Baum – ohne Früchte, aber wenn er blüht ist es magisch, sagt Charlotte. In einer anderen Ecke steht ein alter Feigenbaum und drei Pfirsichbäume, die bereits viele Früchte tragen. Noch sind die Früchte nicht ganz reif, doch sobald sie es sind, ist es das pure Glück sie zu essen. Charlotte nennt das Gewächshaus ihren „Energiecontainer“.

„Hier steht die Zeit still und ich kann einfach im Jetzt verweilen. Ich bin der Natur nahe und dennoch vor Wind und Regen geschützt,“ sagt sie.

Das Letztere stimmt jedoch nicht ganz, denn an verschiedenen Stellen regnet es ins Gewächshaus, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet.

„Es kann schon eine Herausforderung sein, wenn ich 30 Leute zum Meditieren im Gewächshaus habe – dann müssen wir ein wenig herumrücken, sodass alle im Trocken liegen. Wir wechseln laufend die Glasscheiben aus, aber wir können nicht alles auf einmal machen.“

So ist das mit einem Gewächshaus – es ist ein ständiger Prozess und die Dinge geschehen in ihrem eigenen Tempo. Vielleicht ist es diese Einfachheit, die ein Gewächshaus in einen meditativen Raum verwandeln kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über Charlotte

Charlotte Banff ist 48 Jahre alt.

Sie ist ausgebildete IT-Konsulentin, spezialisiert auf Software Asset Management, außerdem Tierheilerin, Klangtherapeutin, und Cranio-Sakral Therapeutin für Tiere.

Sie wohnt gemeinsam mit ihrem Mann Mikkel, 3 Hunden, 6 Pferden, 3 Katzen, 6 Hühnern und dem Hahn Frederik auf dem Hof Ll. Bredviggård in Dänemark.

Charlotte hält unter anderem Meditationskurse und Klangfeiern mit dem Fokus auf Naturverbundenheit. Im letzten Jahr veranstaltete sie gemeinsam mit einer Freundin eine Klangfeier, zu der sich 60 Teilnehmer im Gewächshaus versammelten.

Außerdem ist sie Inhaberin der Animalhealer Academy.

 

Hier erfahren Sie mehr über Charlotte:

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