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Drivhusklubben

08 Sep 2020 15:31

Unkraut als Garnierung

Von Louise Køster, Rabarbergaarden

 

Thymianblüten eignen sich wunderbar als Garnierung – hier auf Hotdogs.

 

Es ist überall. Besonders dort, wo man es nicht gebrauchen kann. Es wächst ohne Unterlass von Frühjahr bis Spätsommer. Man jätet und harkt mehrmals die Woche, um es loszuwerden, doch es wächst trotzdem.

 

Die Rede ist von Unkraut - von Gänsefuß und Falscher Strandkamille bis zur Quecke im Rasen. Wenn man einen biologisch zertifizierten Anbau betreibt und die Meinung vertritt, dass Gift nicht in den Garten gehört, bleiben nicht viele Möglichkeiten, um das Unkraut loszuwerden.

 

Natürlich kann man toben und fluchen, doch davon verschwindet das Unkraut leider auch nicht. Es gibt allerdings noch eine andere Möglichkeit: man kann sich fragen, ob man das Unkraut auch für etwas anderes verwendet werden kann.

 

Und ja, man kann das Unkraut anderweitig verwenden. Viele der herkömmlichen Unkräuter sind nämlich essbar. Auf unserem Bauernhof haben wir das Glück, dass wir das Unkraut, das wir nicht selber essen möchten, einfach an unsere Tiefe verfüttern können.

Hier im Haus und in unserem Restaurant auf dem Bauernhof lieben wir besonders Gänsefuß. Es hat kleine, weiche und ovale Blätter, und wenn die Pflanze klein ist, hat sie einen schönen würzigen Geschmack, der gut in einen Salat passt oder sich als Garnierung auf einem warmen Gericht eignet.

 

Vogelmiere sprießt ebenfalls in unserem Garten und zwischen den Pflastersteinen auf dem Hof. Die Vogelmiere ist leicht herauszuziehen, ist schön knackig und hat einen leichten Salatgeschmack.  Ihre kleine weiße Blüte macht sie umso schöner, und eignet sich perfekt, um beispielsweise ein gebratenes Stück Fisch zu garnieren.

 

Ein anderes Ärgernis entsteht, wenn die Kräuter im Kräutergarten besonders früh blühen, sodass man sie zurückschneiden und warten muss, bis sie neuwachsen.

 

Doch auch dieses Ärgernis hat etwas Positives, denn auch diese Blüten kann man wunderbar zum Kochen und Garnieren verwenden.

 

Viele der Blüten schmecken ebenso wie die Kräutersorte, von der sie stammen, und eigenen sich zum Beispiel, um den Eintopf vom Vortag etwas aufzupäppeln.

 

Hier auf dem Bauernhof verwenden wir Oregano- und Kerbelblüten, Salbei, Thymianblüten und die Samen des Rhabarbers als Garnierung, aber auch als Aroma für Sirup oder Kräutersalz.

 

Kräutersalz ist einfach zu machen, und gibt jedem Steak und jedem Fisch auf dem Grill das gewisse Etwas.

 

Haben Sie einen schönen Sommer!