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Drivhusklubben

08 Sep 2020 15:33

Vom Standard-Gewächshaus zum Unikat

 

Text: Nanna Stærmose

 

Lene Søe Højberg und ihr Ehemann Claus Bonde träumten von einem einzigartigen Gewächshaus. Deshalb kauften sie ein Standard-Gewächshaus von Juliana und erweiterten es mit einer kreativen Holzkonstruktion.

 

In einem Garten in der Nähe von Roskilde, Dänemark, steht ein einzigartiges und schönes Gewächshaus. Beide Giebel bzw. die kurzen Seiten des Hauses sind mit einer schwarzen Holzkonstruktion ausgebaut. In diesem etwas anderen Gewächshaus bauen Lene Søe Højberg und Claus Bonde ihre Pflanzen an und verbringen viele gemeinsame Stunden.

„Wir haben uns von verschiedenen Büchern inspirieren lassen. Wir wollten ein Gewächshaus, das als Außenraum genutzt werden kann und gleichzeitig zu unserem alten Backsteinhaus passt “, sagt Lene Søe Højberg.

 

Es dauerte ein paar Jahre, bis der Traum von dem etwas anderen Gewächshaus Wirklichkeit wurde. Doch nach einem Gespräch mit einem guten Freund, der als Gebäudeplaner gute Ratschläge geben konnte, nahm es langsam Gestalt an.

„Mein Mann ist Sozialarbeiter und ich bin Landwirtin. Uns fehlen leider die Fähigkeiten, um ein solches Projekt selbst in Angriff zu nehmen. Aber mit der Hilfe von ein paar guten Freunde konnten wir unseren Traum trotzdem umsetzen“, erzählt Lene Søe Højberg.

 

Der erste Schritt war herauszufinden, wo das Haus stehen sollte. Doch nachdem die Familie ihren Hühnerstall abgebaut hatte, gab es einen freien Platz im Garten. Als nächstes galt es ein Standard-Gwächshaus zu finden, das für eine Holzkonstruktion geeignet war. Nach langer Suche kaufte das Paar schließlich ein 9,9 m² großes Halls Magnum.

„Wir mussten ein Gewächshaus finden, dessen Profile sich dazu eigneten in Holz gefräst zu werden. Wir haben uns für ein Halls Gewächshaus entschieden, weil die Profile einfach aber robust konstruiert sind und das Haus selber relativ preiswert ist. Es erschien uns sinnvoller, ein ehr preiswerteres Gewächshaus auseinander zu nehmen und es nach unseren Wünschen umzubauen als eines der teureren Juliana-Modelle, die wir uns ebenfalls angesehen hatten“, sagt Lene Søe Højberg.

 

 

Wertvolle Erfahrungen

Das Projekt ist geglückt und die Familie kann sich über ihr einzigartiges Gewächshaus freuen. Es gab aber auch einige Herausforderungen. Zum Beispiel haben sie die Seitentür komplett selbst gebaut und diese hat sich auf Grund von ein paar ungleichmäßigen Latten verzogen. Im Nachhinein müssen Lene und ihr Mann zugeben, dass es wahrscheinlich einfacher gewesen wäre, eine Tür mit Standartmaßen zu kaufen und die Gewächshauswand aus Holz, um die Tür herumzubauen.

Und auch beim Fundament hätte man anders vorgehen können. Das Haus steht auf zwei Fundamenten, die sich ebenfalls ein wenig verzogen haben und daher an einigen Stellen Risse aufweisen. Ein größeres Fundamt, für sowohl den Holzanbau als auch das Gewächshaus, könnte dieser Herausforderung entgegenwirken. Außerdem sollte man sich Gedanken machen, wie das Holz am besten an den Aluminiumprofilen befestigt werden kann. Es ist wichtig, dass die Verbindung ein wenig flexibel bleibt. In diesem Fall wurden die Profile in das Holz gefräst und mit Leim befestigt – das hält bisher sehr gut.

„Wir sind sehr glücklich mit unserem Gewächshaus! Ein Profi würde vielleicht einige Verbesserungsvorschläge haben, doch wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt Lene Søe Højberg.

 

Diese Erfahrungen können Lene und ihr Mann vielleicht schon bald gut gebrauchen, denn sie ziehen aus ihrem Haus mit dem einzigartigen Gewächshaus im Garten aus. Der Traum ist es, im neuen Heim ein neues Gewächshausprojekt in Angriff zu nehmen.

„Ich denke, wir wollen wieder ein Gewächshaus. Wir verbringen viel Zeit im Garten und hatten viel Spaß unser etwas anderes Gewächshaus zu bauen“, sagt Lene Søe Højberg.