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Lars Lund

08 Sep 2020 15:32

Schritt für Schritt

 

In diesem Artikel zeige ich Schritt für Schritt, wie ich mein neues Gewächshaus aufgebaut habe. Es handelt sich um das 14,5 m² große Modell Juliana Gärtner. Das ist ein elegantes und hohes Gewächshaus, das mir den Platz bietet, den ich für meine Gewächshausprojekte benötige.

 

Hier beginnt die Bildergalerie:  

 

Foto: Grøn Kommunikation

Das alte Gewächshaus ist abgebaut. Das ging relativ einfach. Das alte Gewächshaus hat ein neues Zuhause gefunden und ich bin sicher, dass die neuen Besitzer viel Freude daran haben werden. Mein äußerst üppiger Wein ist daher ohne die Stütze des Hauses zurückgeblieben und ein Holzpfosten und eine Leiter wurden als Überganglösung eingesetzt.

 

 

 

Die letzten Tomatenpflanzen wurden vor dem Abbau aus dem Gewächshaus entfernt und hängen nun an einem Lärchenbaum, wo die grünen und halbreifen Früchte, in der Sonne nachreifen können.

 

Das alte Gewächshaus stand auf Fundamentsteinen. Das neue Haus ist größer. Deshalb grabe ich so in den Boden, dass drei Fundamentsteine ​​übereinander liegen können. Ich könnte auch ein Punktfundament bauen. Das wäre viel, viel einfacher, aber der Boden in meinem Garten ist leicht abschüssig, deshalb halte ich mich lieber an die Fundamentsteine. Das ist zwar zeitaufwendig, doch an dieser Lösung gefällt mir auch, dass das Gewächshaus etwas erhöht steht, so dass man einen Ausblick über den Garten hat.

 

In dem alten Haus stand eine Regentonne, die das Wasser von den Dachrinnen meines Hauses aufgefangen hat. Jetzt verlege ich das Rohr neu, denn ich möchte einen Sammeltank außerhalb des neuen Gewächshauses bauen. Auf der einen Seite, damit ich mehr Platz im Haus habe, und auf der anderen Seite, um alles ein bisschen anders zu machen - draußen einen Wassertank für Regenwasser und im Gewächshaus ein Wasserhahn mit Leitungswasser.

 

Soya ist bei uns im Urlaub und sie möchte natürlich bei allem helfen. Also machen wir schnell ein Foto zusammen.

 

Die Tomaten reifen und gleichzeitig wurde nun eine kleine Mauer auf die Fundamentsteine gebaut. Hier könnte man das neue Haus auch ohne Stahlfundament platzieren. Ich habe mich jedoch für das schwarze Fundament entschieden, da es das Haus um weitere 10 cm anhebt.

 

Natürlich soll es im Gewächshaus einen Wasserhahn und Strom geben. Das wurde beim Bau des Fundamentes mit einem Rohr berücksichtigt.

 

Dieses Mal habe ich mich für Ziegelsteine als Bodenbelag entschieden. Das hatte ich noch nie, und jetzt wo ich seit über 30 Jahre in Gewächshäusern und Beeten unterwegs bin, wird es Zeit auch das mal auszuprobieren. Daher benötige ich Sand und der muss ordentlich verdichtet werden. Leider gibt es Probleme mit der Rüttelplatte, doch das repariert unser Nachbarn Willy noch schnell.

 

 

Die Rüttelplatte rüttelt und schüttelt und sorgt für einen perfekten Untergrund für den Bodenbelag.  

 

 

Die Ziegelsteine werden verlegt und wenn man den Sand ordentlich vorbereitet hat, geht das ganz einfach. Die gelben Ziegel habe ich bereits seit einigen Jahren bei mir stehen und jetzt kommen sie endlich zum Einsatz. Eigentlich sollte man draußen keine weichen Steine ​​wählen, aber im Gewächshaus bleiben sie trocken und werden halten. Die Preise von Ziegelsteinen können variieren, aber bei einer Palette mit 112 Steinen kostet ein Stein ca. 1 Euro.

 

 

 

Der Eingangsgiebel ist montiert. Ich folge der Montageanleitung. Die Montage von Giebel und Seiten ist gut beschrieben. Die Zeichnungen sind logisch und unkompliziert. Die Montageanleitung der Türen ist jedoch nicht so einfach zu verstehen. ”Wie schwer kann das schon sein?!”, haben sich die von Juliana wohl gedacht. Eigentlich sind es nur vier Teile, die zusammengebaut werden müssen, aber dafür gibt es erstaunlich viele Möglichkeiten, sodass hier eine detailliertere Zeichnung fehlt. Hier gibt es also Verbesserungsbedarf.

 

Die Seiten werden zusammengebaut. Das geht einfacher und schneller als die Giebel zu montieren.

 

 

 

 

Die Giebel und Seiten werden aufgestellt. Zwei Tipps: Man braucht mindestens einen Helfer, vorzugsweise sogar zwei. Anfangs waren wir nur zu zweit und ein Windstoß genügte, um alle bereits aufgestellten Seiten umzuwerfen. Anschließend wurde es sogar so windig, dass wir den Aufbau um 14 Tage verschieben mussten. Deshalb lautet der zweite Ratschlag, dass man zum Aufbau des Gewächshauses einen windstillen Tag wählen sollte. Außerdem sollte man die Schrauben in den Ecken des Giebels nicht zu festziehen. Das Gerüst sollte ein wenig beweglich bleiben, ansonsten kann es ziemlich schwierig sein, die Seiten miteinander zu verbinden. Die Seiten sollten behutsam mit den Giebeln zusammengebaut werden.

 

Zwei Helfer sind besser als einer. Außerdem wurden Stützpfosten eingesetzt, damit auch bei leichtem Wind nichts schief gehen kann.

 

 

Soweit sind wir gekommen. Das Gewächshaus ist weitestgehend zusammengebaut. Wie oben beschrieben, habe ich einige Stützpfosten in den Boden geschlagen. Diese tragen dazu bei, dass die Seiten auch bei Wind an Ort und Stelle bleiben. Nachdem das Haus zusammengebaut war, hat es tatsächlich gestürmt. Die Pfosten sind bei dem Sturm umgekippt, aber das Haus bewegte sich keinen Zentimeter. Nun freuen wir freuen uns auf die restlichen Arbeitsschritte: das Einsetzen der Glasscheiben und die Installation der Türen und Fenster. Außerdem wollen wir eine breite Treppe zum Eingang des Gewächshauses bauen, auf der wir ebenfalls verschiedene Pflanzen platzieren möchten.

Om Lars Lund

Dänischer Gartenexperte & Gartenjournalist

Lars beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Gärten und Gewächshäusern. Lars hat diverse Bücher über Gewächshäuser veröffentlicht und an einer Reihe von Gartensendungen des dänischen Fernsehsenders „TV2 Fyn” teilgenommen. Lars ist ein wandelndes Gartenlexikon und kann jegliche Fragen zum Gartenbau beantworten - sowohl in Bezug auf grundlegende als auch kompliziertere Projekte.

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