...

Briefkasten

Der Gewächshausclub hat einen Briefkasten erstellt, in dem Sie als Leser:innen Fragen an unsere Experten:innen stellen können, dessen Antworten Sie bisher nicht auf der Website finden können. Ein paar Mal im Monat wählen wir einige dieser Fragen aus und veröffentlichen sie. Auch wenn Ihre Frage nicht veröffentlicht wird, erhalten Sie immer eine Antwort von uns.  


Liebe Grüße

Ihr Gewächshausclub


Gewächshaus gegen Unwetter sichern

Frage:

Hallo,

ich habe ein 9m2 großes Halls Gewächshaus mit Sicherheitsglas im Garten. Die Glasscheiben sind mit Silikon fixiert. Habt ihr ein paar Tipps, wie ich mein Gewächshaus gegen Herbst- und Winterstürme absichern kann?

Viele Grüße

Susanne

Antwort:

Liebe Susanne,

Ich habe in der Vergangenheit bereits einige Artikel zu diesem Thema geschrieben. In der Suchleiste kann einfach das Stichwort „Unwetter“ eingegeben werden, um die relevanten Artikel zu finden. Ansonsten habe ich die Artikel auch hier verlinkt:

Diese Tipps sind natürlich keine Garantie und auch bei noch so guter Vorbereitung, kann es bei Unwetter zu Schäden kommen. Deshalb kann es sich lohnen eine Versicherung abzuschließen oder zu überprüfen, was eine bereits vorhandende Versicherung im Schadensfall deckt.

Viele Grüße

Lars Lund

Hellgrüne und gelbe Blätter auf Tomatenpflanze

Frage:

Hallo,

ich habe Tomaten (Matina) d. 23.2. gesät – wahrscheinlich ein bisschen zu früh. Sie keimten und wuchsen, und vor 10 Tagen habe ich sie in Torf-Töpfe mit Pflanzenerde umgetopft und ich habe sie sehr tief gesetzt. Ich giesse von unten, aber sie werden immer mehr hellgrün – einzelne Blätter sind schon fast gelb. Wissen Sie, was los ist?

Mit freundlichen Grüßen
Tove

Antwort:

Hallo Tove,

vielen Dank für die gute Frage. Matina ist eine ältere Sorte, die ein bisschen andere Blätter produziert als viele der mehr modernen Tomatensorten. Bei Matina sehen die Blätter eher wie Kartoffelblätter aus, was auch Sinn macht, weil die Tomaten und Kartoffeln zur gleichen botanischen Familie gehören. Die Farbe der Blätter kann sich von den neueren Sorten unterscheiden. Es ist in Ordnung, Pflanzenerde zu verwenden, aber es ist wichtig, daran zu denken, dass Pflanzenerde oft Depotdünger enthält, und deswegen hat die Erde ein Verfallsdatum. Falls das Verfallsdatum überschritten ist, ist der Depotdünger nicht mehr so effektiv. Zum Beispiel wenn die Erde vom letzten Jahr stammt.

Fügen Sie Dünger zu dem Gießwasser ein paarmal die Woche und beachten Sie dabei die Dosierungsanweisung auf der Düngerverpackung. Außerdem ist es wichtig, dass Sie Leitungswasser und NICHT Regenwasser verwenden. Denken Sie daran, dass Ihre Pflanzen so hell wie möglich und bei einer Temperatur von etwa 20 Grad stehen sollten. Wenn die Pflanzen angefangen haben sich ein wenig zu strecken, kann es bedeuten, dass sie nicht hell genug stehen. Viel Vergnügen!

Mit freundlichen Grüßen
Christine Wiemann

Ameisen in Kapillarboxen

Frage:

Hallo,
in den letzten 2-3 Jahren habe ich sehr viele Ameisen in meinen Kapillarboxen gehabt. Wie kann ich sie loswerden?

Mit freundlichen Grüßen
Grethe

Antwort:

Hallo Grethe,
Sie müssen erst herausfinden, wie die Ameisen in der geschlossenen Kapillarbox enden. Sie müssen von einer Stelle unter oder neben der Box hochgeklettert sein. Ameisen mögen nicht feuchte Umgebungen, also können Sie den Bereich für eine Weile feucht halten. Wenn Sie etwas härter vorgehen wollen, verwenden Sie kochendes Wasser. Ich denke, dass die Ameisen direkt unter den Fliesen in dem Gewächshaus sind. Sie können verschiedene ökologische Mittel gegen Ameisen kaufen. Ameisenwasser, das eines der Mittel ist, tötet sie nicht, sondern verschließt ihr Gangsystem. Sie können auch Kokosnussöl verwenden, was sie tötet. Das Gleiche passiert mit einer halb und halb Mischung aus braunem Zucker und Kartoffelmehl. Die Ameisen sind generell nützlich, aber sie passen auch auf die Blattläuse auf, die Sie sich nicht wünschen. Es gibt eine Reihe von Tipps, die sie für eine Weile fernhalten werden. Zum Beispiel Kaffeesatz.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Lund

Kleine dunkle Grützen auf Kumquat

Kleine dunkle Grützen auf Kumquat

Frage:

Hallo,
ich habe im Juni eine blühende Kumquat gekauft, und jetzt habe ich schöne reife Früchte! Leider sind kleine dunkelbraune Grützen an den Früchten und unter den Blättern jetzt aufgetaucht. Man kann sie mit einem Finger wegwischen. Ich habe die Pflanze mit Regenwasser besprüht und das hat geholfen, aber jetzt sind sie wieder da. Die Blätter wirken auch zu steif und trocken. Was ist es? Und was kann ich tun?

Mit freundlichen Grüßen
Tove

Antwort:

Hallo Tove,

es sieht eindeutig nach Spinnmilben aus, was nicht ungewöhnlich bei Zitrusfrüchten ist. Es gibt Raubmilben dagegen, aber Sie müssen mit Kosten von ungefähr 70 Euro rechnen, um die Spinnmilben zu bekämpfen. Erst können Sie mit Insektenseife versuchen. Sie können auch Neemöl ausprobieren, womit viele gute Erfahrungen haben. 

Sie können sich dieses Video (https://www.youtube.com/watch?v=1Dqm2sI56u8) ansehen, um zu sehen, wie Sie es verwenden. Das Video ist auf Dänisch, doch es gibt die Möglichkeit deutsche Untertitel einzustellen. Dafür öffnet man das Video auf YouTube und klickt in der unteren Menüleiste des Videos auf „Einstellungen”. Unter „Untertitel” und „Automatisch übersetzen” kann man die gewünschte Sprache auswählen.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Lund

Schildläuse auf Zitronenbaum

Schildläuse auf Zitronenbaum

Frage:

Hallo,
was ist diese klebrige Masse auf meinem Zitronenbaum? Ist es Schildläuse? Ich habe es zweimal mit Neemöl gesprüht, ohne Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
Bjarne

Antwort:

Hallo Bjarne,
ja, es ist eine so große Menge von Schildläusen, dass mehrere Behandlungen mit Neemöl oder anderen Mitteln erforderlich sind. Sie müssen einfach mit etwas anderes ergänzen. Ich würde empfehlen, den Baum herauszunehmen und die Läuse mit einer Zahnbürste und Spiritus abzubürsten. Legen Sie ein Stück Papier über den Topf, damit die Läuse nicht in dem Topf fallen, während Sie sie entfernen. Sie müssen alles durchgehen, Blatt für Blatt und alle Stiele. Danach müssen Sie wieder die Insektenseife oder das Neemöl in einer Wassermischung verwenden und den Baum eine Behandlung jede Woche mindestens dreimal.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Lund

Löcher in Paprikapflanze und Chilifrüchte genagt

Frage:

Hallo,
Ich baue seit 12 Jahren Chilis und Paprika in dem Gewächshaus an, aber die letzten 2-3 Jahre war ich von einem Insekt geplagt, das Löcher in die Früchte nagt und danach zu den anderen Chilifrüchten weitergeht. Ich habe einmal darin eine Raupe gefunden, also ich vermute, dass das der Grund ist. Irgendwann dachte ich, dass es Ohrwürmer war. Ich habe in Gartengruppen und in Büchern nach Antworten gesucht, aber ohne Erfolg. Wer sind die Eindringlinge und wie werde ich sie los?

Mit freundlichen Grüßen

Frau Friis

Antwort:

Hallo Frau Friis,

Sie sind mit diesem Problem nicht allein. Es gibt viele Möglichkeiten. Nach Angaben von North-Carolinas-Universität für Schädlinge gibt es 35 Arten von Milben, Raupen, Weichtieren und Insekten, die Paprika mögen. In mehreren Fällen ist es die Raupen verschiedener Nachfaltern. Sie legen ihre Eier auf den Blättern, aus denen die Raupen schlüpfen, die sich von der Paprika ernähren. Sehr oft sind es auch Schnecken. Für einen genaueren Vorschlag wäre ein Bild von dem Loch oder dem Schädling behilflich.

Ich habe Ihre Frage mit meinem Kollega aus dem Expertengremium der Gartengesellschaft, der Pflanzendoktor Magnus Gammelgaard, besprochen. Er glaubt nicht, dass es Ohrwürmer sind, die die Löcher in der Paprika nagen können, aber sie können hineinkriechen, und das tun sie oft. Die meisten dieser Schädlinge sind nachts aktiv. Schnecken und vielleicht die Nachteule (Lacanobia Oleracea) können auch eine Möglichkeit sein. Die Nachteule produziert recht große Raupen, aber selbst große Raupen waren einmal klein. Magnus sagt, dass sie Pfeffer lieben. Ein weiterer Vorschlag ist die Achateule, die ebenfalls Pfeffer liebt. Also ein Nachtfalter, der im Sommer einfliegt und seine Eier auf den Blättern legt.

Es ist schwierig zu sagen, was Sie tun können, ohne das Tier oder die Löcher in dem Blatt zu sehen, aber Sie haben ein paar Möglichkeiten. Sie können Schnecken mit Bierfallen bekämpfen, die nach einer Änderung des Tierschutzgesetzes nun ertränkt werden dürfen, ebenso wie andere wirbellose Tiere. Das war nicht so vorher. Sie können hier eine Liste mit Mitteln sehen, die Sie verwenden dürfen, um lebende Tiere oder Pilze zu töten.

Gegen Nachtfalterraupen schlägt Magnus ein Netz für die Tür und die Fenster vor, aber das verringert natürlich den Luftaustausch. Alternativ können Sie die Raupen nachts manuell entfernen, weil sie sich tagsüber verstecken. Leider ist Dipel (Bacillus thurigiensis) für privaten Gebrauch nicht mehr verfügbar. Es kann auf die Pflanzen gesprüht werden, damit die Raupen ihren Appetit verlieren und sterben. Außerdem ist das Produkt für Menschen nicht giftig.

Wenn Sie die nicht zugelassenen Produkte vermeiden wollen, ist es nicht verboten Vergrämungsmittel oder andere Mittel zu verwenden, die die Pflanzen stärken und gleichzeitig die Tiere fernhalten. Hier wird es vorgeschlagen, dass Sie die Blätter der Paprikapflanze mit Cayennepfeffer bestreuen, um Nagetiere abzuschrecken. Eine weitere beliebte Abschreckungsmischung ist ein Knoblauch-Pfeffer-Spray. Es ist einfach herzustellen. Sie brauchen sechs Knoblauchzehen, einen Esslöffel Cayennepfeffer, einen Esslöffel Zwiebelsaft und einen Teelöffel Flüssigseife in vier Litern heißem Wasser. Geben Sie die Mischung in einer Küchenmaschine, bis die Knoblauchzehen zu einer Flüssigkeit geworden sind. Die Blätter können Sie mit dieser Mischung besprühen. Machen Sie ein Foto, wenn Sie es wieder erleben oder übernachten Sie mit einer Lupe und einer Taschenlampe in dem Gewächshaus, bis Sie sehen, ob es ein Tier ist. 😁

 

Mit freundlichen Grüßen
Lars Lund

Weiße Spuren auf Gurke

Weiße Spuren auf Gurke

Frage:

Hallo,

Seit 2 Jahren leide ich darunter, dass meine Gurken einige weiße „Spuren“ bekommen. Die Pflanzen selbst sehen gut aus.

Mit freundlichen Grüßen
Inger

Antwort:

Hallo Inger,
wenn es sich um kleinen gedrehten Streifen handelt, kann es Minierfliegen sein. Sie befinden sich normalerweise auf den Blättern und oft auf Tomatenblättern, aber sie können auch auf Gurken auftreten. Pilzkrankheiten können auch Spuren hinterlassen, aber oft ist es gelb oder braun mit kleinen Vertiefungen. Es gibt einen anderen Pilz Phytophtora capsici., der weiße Flecken verursachen kann. Sie können sich diesen Link von Plant Villages, eine Hilfsorganisation für die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern, ansehen. Sie haben eine Reihe von Bildern hochgeladen, die kranken oder befallenen Gurken zeigen. Vielleicht finden Sie etwas ähnliches wie das, was Sie beschreiben. Das Foto oben zeigt Spuren nach Minierfliegen (von Nyttedyr.dk geholt), wo Sie Klebeplatten kaufen können, die Insekten einfangen, bevor sie angreifen. Die Platten sollen gleichzeitig mit oder kurz vor dem Auspflanzen aufgehängt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Lund

Kräuter drinnen

Frage:

Hallo,
kann ich Dill und andere Kräuter drinnen mit Wachstumslicht im Winter anbauen?

Mit freundlichen Grüßen
Ole

Antwort:

Hallo Ole,

Ja das ist möglich, aber es erfordert oft eine Steuerung der Luftfeuchtigkeit, der Menge von Licht und der Temperatur, zumindest bei professioneller Großproduktion. In Island und Grönland als auch hierzulande wird professionell unter künstlichem Licht angebaut. Es gibt viele Hobbygärtner, die auch Tomaten anbauen, und einige haben sogar schon Tomaten. Ich selbst baue Chilis an, die ich im September gesät habe. Es geht zwar sehr langsam, aber sie wachsen. Wenn Sie mehr darüber lesen möchten, kann ich Ihnen das Buch „Indoor Kitchen Gardening“ von dem Turbine-Verlag empfehlen. Hier erhalten Sie eine Menge Tipps.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Lund

Gaskamin im Gewächshaus

Frage:

Hallo,
ich habe ein Gewächshaus von 25 m2, indem wir uns einen Gaskamin wünschen. Weiß der Gewächshausclub wie viele kW so ein Gaskamin braucht, um ein Gewächshaus zu beheizen?

Mit freundlichen Grüßen,
Michael

Antwort:

Hallo Michael.

Mein guter Freund Steen Rasmussen von der Firma Drivadan, die große Gewächshausgebäude herstellt, hat einige Berechnungen dazu durchgeführt.
Ein normales Gewächshaus, ohne eine Form von Isolation (Polycarbonat, Gardinen, Aluminiumsystem, ohne Vordach usw.) braucht 200-250 Kcal/m2 bei -12 Grad/+18 Grad (beim U-Wert des Glases sind wir von 5,8 ausgegangen). Diese Zahl wird niedriger, wenn das Gewächshaus isoliert ist und es „nur“ frostfrei bleiben soll. Das kann auch theoretisch ausgerechnet werden, wenn man, wie Steen, Experte in solchen Berechnungen ist.
Die Erfahrung von Steen sagt 100-150 Kcal/m2, wenn das Gewächshaus auch an den (vielleicht wenigen) kalten Tagen frostfrei sein soll. 
Wenn Sie ein Gewächshaus von 25 m2 haben und sicherstellen möchten, dass es auch an kalten Tagen frostfrei bleibt, ist eine ungefähre Schätzung 100 Kcal x 25 = 2500 / 860 = ungefähr 3 kW, doch das ist ohne technische Dokumentation.
Sobald der Gaskamin ausgemacht wird, verschwindet die Wärme sehr schnell. Auf Instagram können Sie @glimtbybloch folgen, die zusätzlich zu einem kleinen mobilen Kaminofen, ebenso wie ich einen habe, auch einen elektrischen Ofen und einen Gaskamin hat. Ich glaube, dass der Gaskamin ungefähr 2.700 Euro kostet. Gas hat den Nachteil, dass es viel Wasser abgibt, was bedeutet, dass viel gelüftet werden muss. Ich weiß, dass @glimtbybloch den Gaskamin meistens draußen vor dem Gewächshaus und nur gelegentlich im Haus benutzt.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

WEIßE TIERCHEN AM WEIN

WEIßE TIERCHEN AM WEIN

Frage: 

Hallo,
Ich brauche Hilfe: In diesem Jahr ist mein Wein von kleinen weißen und sehr klebrigen Tierchen befallen, die auf den Trauben und Blättern sitzen. Der Wein wächst in meinem Wintergarten, doch der Stamm ist draußen in die Erde gepflanzt.

Wisst ihr wie diese Tierchen heißen und wie ich sie wieder loswerden kann?

Mit freundlichen Grüßen,
Vivi

Antwort: 

Hallo Vivi,
Es sind eindeutig Wollläuse, die Deinen Wein befallen haben, und die sind ziemlich schwierig wieder loszuwerden, wenn sie auf den Trauben sitzen. Man kann Mittel gegen Insekten kaufen, aber dann kann man die Trauben in diesem Jahr nicht mehr essen. Ansonsten kann man besondere Marienkäfer zur Bekämpfung kaufen oder die Pflanze mit einer Mischung aus Seife, Alkohol und einem Liter Wasser reinigen, doch das kann mehrere Runden dauern, da die Wollläuse ziemlich hartnäckig sind.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund 

SELBSTANGEBAUTER SPARGEL WIRD SCHLAPP

Frage: 

Ich habe sowohl mit Spargel als auch mit Gurken aus dem eigenen Anbau die Erfahrung gemacht, dass sie, im Gegensatz zu gekauftem Gemüse, sehr schnell schlapp werden. Gibt es dafür eine Erklärung und Lösung?

Mit freundlichen Grüßen,
Mikael

Antwort: 

Hallo Mikael,

Hierbei können mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Gärtnereien, die auf Gurken spezialisiert sind, verfügen über automatische Bewässerungssysteme und Düngeanlagen, sodass die Pflanzen immer die Nahrung zur Verfügung haben, die sie benötigen. Doch auch in solchen Fällen, können schlappe Gurken vorkommen – sogar unter den Gurken, die man kauft. Das hängt vor allem davon ab, wie die Gurken nach der Ernte gelagert wurden. Gurken sind extrem kälteempfindlich und wenn sie Temperaturen unter 7 Grad ausgesetzt werden, z.B. in einem zu kalten Kühlschrank, dann werden sie schlapp. Wenn die Gurken draußen, z.B. auf einem Wochenmarkt verkauft werden und es Frost gegeben hat, kann das den Gurken ebenfalls schaden. Am besten sollten Gurken bei ca. 10 Grad oder auf dem Küchentisch gelagert werden. Noch besser halten sie in Frischhaltefolie gewickelt, deshalb sind viele Gurken, auch in Plastik verpackt. Gurken sind außerdem empfindlich gegenüber Ethylen, das aus Äpfeln und Tomaten stammt, daher sollten diese nicht zusammen gelagert werden.

Spargel kann ebenfalls schnell schlapp werden. Spargel hält länger, wenn man unten ca. 1cm abschneidet und ihn danach in ein Glas mit kaltem Wasser stellt. Dann deckt man Glas und Spargel gegebenenfalls mit einer Tüte ab, aber so, dass der Spargel nicht mit der Tüte in Berührung kommt. Zum Schluss stellt man den Spargel in den Kühlschrank. Es gibt auch einige Köche, die gute Erfragungen damit gemacht haben, den Prozess zu wiederholen, das heißt ein weiteres Stück abzuschneiden und den Spargel mit einem Gummiband in Bündeln zu sammeln und in ein Glas Wasser zu stellen. Das funktioniert auch außerhalb des Kühlschranks, oder man wickelt den Spargel in ein feuchtes Tuch und legt ihn so in den Kühlschrank.  

Einige Kühlschränke haben sogenannte ”BioFresh” Fächer, die es ermöglichen Gemüse bei optimalen Bedingungen zu lagern (dies gilt allerdings nicht für Gurken oder Tomaten). Ein ”BioFresh” Fach hat eine Luftfeuchtigkeit von 0. 

Mit freundlichen Grüßen,

 Lars Lund 

JULIANA VANLET BEFÜLLEN

Frage: 

Ich habe in diesem Jahr ein Bewässerungssystem von Juliana in meinem Gewächshaus installiert. Ich habe einen 1800l großen Behälter eingegraben, indem sich das Regenwasser der Regenrinnen sammelt. Außerdem habe ich eine Zeitschaltuhr für die Stromversorgung der Pumpe installiert, sodass die Pflanzen zu festen Zeiten eine Stunde lang bewässert werden. Die Wasserversorgung der Juliana Vanlet Bewässerungsanlage erfolgt mit einem Schlauch, der mit der Pumpe verbunden ist. Der Wasserdruck ist normal. Der Wasserstand im Messbecher wird als voll angezeigt, wenn das Wasser eingeschaltet wird.

Ich bin jedoch erstaunt, dass der Mixbehälter über 30min braucht, um gefüllt zu werden und bis das Wasser aus den Tropfstäben läuft. Kann das sein? Wenn ich den Regulierhahn aufdrehe, damit sich der Behälter schneller füllt, tropft viel Wasser aus dem Loch neben dem Messbecher und spritzt über den ganzen Boden.  Könnte ich das System falsch montiert haben? Wenn die Zeitschaltuhr das Wasser abstellt, leeren sich Mischbehälter und Messbecher und das Ganze muss am nächsten Tag erneut gefüllt werden, wenn die Uhr das Wasser wieder aufdreht. Ist das normal?

Ich freue mich auf eure Antwort, da ich sicher gehen möchte, dass die Anlage in Zukunft ordentlich funktioniert.

Mit freundlichen Grüßen,
Isabelle

Antwort: 

Hallo Isabelle,
Vielen Dank für die Frage in Bezug auf die Vanlet Bewässerungsanlage.

Die Wassermenge kann über den Regulierhahn auf 10l bis 150l pro 24 Stunden eingestellt werden. Wenn der Messbecher den Wasserstand als voll anzeigt und es dann ca. 30 min dauert, um den Behälter zu füllen, dann würde ich meinen, dass das sehr gut zu der Wassermenge passt, die zu den Tropfstäben transportiert werden muss.  Geht man davon aus, dass es 30 min dauert, bis der Behälter mit Wasser gefüllt ist, erfolgt dies ca. 48-mal pro 24 Stunden. Davon muss man die ca. 10 min, die es dauert, bis der Behälter wieder geleert ist, abziehen. Mit dieser Rechnung kommt man in diesem Fall auf ca. 130l Wasser pro 24 Stunden. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die den Zufluss beeinträchtigen können, dazu gehören z.B. die Oberflächenspannung des Wassers, der Wasserdruck und die Wasserhärte in der Neoprendichtung im Messbecher.

Ich denke, der Grund dafür, dass das Wasser überläuft, wenn weiter aufgedreht wird, ist, dass der Zulauf des Wassers bereits auf Maximum steht. Der rote Messbecher wird geleert, wenn das Wasser abgestellt wird. Weshalb der Mischbehälter geleert wird, kann ich nicht sagen, da sich dieser normalerweise erst dann leert, wenn der Behälter das Wasserniveau vor der Entleerung erreicht hat.

Ich hoffe meine Antwort ist hilfreich!

Mit freundlichen Grüßen, 

Klaus Bisgaard Lillesøe 
Verantwortlicher für Qualitätssicherung bei der Juliana Gewächshäuser GmbH

WIE HEILT MAN EINE ERKRANTE WEINREBE?

WIE HEILT MAN EINE ERKRANTE WEINREBE?

Frage:

Hallo, 
Im zweiten Jahr in Folge ist unser schöner Wein von einer Krankheit befallen. Bisher äußert sich die Krankheit durch weiße Flecken auf den Blättern. Im vergangenen Jahr wurden auch die Trauben angegriffen. Handelt es sich hierbei um Mehltau oder Schimmel?  Letztes Jahr haben wir alles weggeschnitten und das Gewächshaus gereinigt. Leider ist die Krankheit in diesem Jahr wieder gekommen. Wir lüften und gießen leicht. Was können wir tun, um die Krankheit zu stoppen (abgesehen davon alle kranken Blätter zu entfernen)? Und kann die Krankheit auch Gurken, Tomaten, Chili und Paprika befallen?

Mit freundlichen Grüßen,
Ditte

Antwort: 

Hallo Ditte, vielen Dank für die Frage.
Eigentlich war ich mir recht sicher, dass es sich hierbei um Mehltau handelt, doch da Mehltau meist im Sommer vorkommt, habe ich sicherheitshalber meinen Freund und Pflanzendoktor Magnus Gammelgaard hinzugezogen. Wir sind uns einig: es ist Mehltau. Es wäre wichtig jetzt das Alter und die Sorte des Weines zu kennen. Einige Sorten sind anfälliger für Mehltau, während andere Sorten resistenter sind. Wenn es sich um einen älteren Wein handelt, würde ich noch ein wenig abwarten, aber bisher macht ihr alles richtig. Es ist wichtig gut zu lüften, dafür zu sorgen, dass der Pflanze kein Wasser fehlt, kranke Blätter schnell zu entfernen und ja – bei trockenem Wetter ist Mehltau ansteckend und entwickelt sich dann bei feuchter Luft besonders gut, erzählt Magnus Gammelgaard.

Wenn die Pflanze von Mehltau befallen ist, kann man nicht viel anderes tun, als kranke Blätter zu entfernen. Es gibt keine Mittel gegen Mehltau. Es gibt lediglich einige Mittel gegen Pilzbefall, die man verwenden kann bevor die Pflanze von Mehltau befallen ist und dass kann schwer vorauszusehen sein. Vielleicht können diese Mittel jetzt die anderen Pflanzen schützen. Falls es sich um einen jüngeren Wein handelt, sollte er ausgetauscht werden. Die Sorten „Scuyler“, „Himrod“ und „Vanessa“ sind gegenüber von Krankheiten besonders resistent.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

KANN MAN EINEN WEIN SO AUSDÜNNEN, DASS DIE TRAUBEN GRÖßER WERDEN?

Frage: 

Hallo,
Mein schöner Wein trägt sehr viele Trauben in diesem Jahr. Sollte ich einige davon entfernen, um z.B. größere Trauben zu bekommen?

Mit freundlichen Grüßen,
Elsa Gade

Antwort: 

Hallo Elsa,
Das ist notwendig, wenn man große und relativ gleichmäßige Trauben wünscht. Es gibt zwei Möglichkeiten: (1) Hat man sehr viele Trauben, kann man entlang der mittleren Rebe etwa die Hälfte der Trauben wegschneiden. Die verbleibenden Trauben breiten sich dann dorthin aus, wo Platz entstanden ist. (2) Die etwas gängigere Methode für Hobbygärtner*innen ist es, mit einer langen, spitzen Schere die Hälfte der Trauben an den einzelnen Reben wegzuschneiden. Einige Taubensorten müssen mehr ausgedünnt werden als andere. In jedem Falle sollte man beim Ausdünnen darauf achten nicht zu viele Fingerabdrücke auf den Trauben zu hinterlassen, da sie so ihre schöne Oberfläche verlieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Lars Lund

MÜDE ZITRUSBÄUME ZUM LEBEN ERWECKEN

Frage: 

Hallo, 
ich habe drei Zitrusbäume, die diesen Winter im Gewächshaus verbracht haben und nun ziemlich tot aussehen. Alle Blätter sind verwelkt und auch die Zweige sehen verdorrt aus.  Allerdings sind die Baumstämme unter der Rinde weiterhin grün. Kann ich die Zitrusbäume wieder zum Leben erwecken? Sollte ich welke Zweige abschneiden und was ist mit Dünger und einem neuen Topf?

Mit freundlichen Grüßen  
Bente

Antwort: 

Hallo Bente,
Die meisten Zitruspflanzen mit essbaren Früchten vertragen leider keinen Frost. Wenn die Stämme unter der Rinde weiterhin grün sind, haben die Pflanzen vielleicht trotzdem überlebt. Nun heißt es abwarten und Tee trinken – bis in den Juni hinein, um zu sehen was passiert. Ich würde auch damit warten die Zweige, die zunächst tot aussehen zurückzuschneiden, doch die welken Blätter sollten entfernt werden. 

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

KRAUSE UND FLECKIGE TOMATENBLÄTTER

KRAUSE UND FLECKIGE TOMATENBLÄTTER

Frage: 

Hallo,
Es ist mein erstes Jahr als Gewächshausgärtnerin! Mein Mann hat ein hübsches Gewächshaus gebaut, das wir Anfang Juni schnell mit Pflanzen gefüllt haben, obwohl es erst relativ spät fertig war, da wir eine Weile auf die Glasscheiben warten mussten.
Das Gewächshaus ist mit diversen Pflanzen bepflanzt, die wir in unterschiedlichen Pflanzschulen gekauft haben – alle in Bio-Qualität!

Einige meiner Tomatenpflanzen haben große, gekräuselte Blätter mit verschiedenen Grüntönen auf einem Blatt!

Ich habe Schattenrollos aufgehängt, da es an sonnigen Tagen sehr heiß wird. Ich habe zwei Weinreben gepflanzt, die hoffentlich im nächsten Jahr Schatten spenden werden. Könnt ihr mir Tipps zu meinen Tomatenpflanzen geben? Sie bekommen genug Wasser! Oder bekommen sie vielleicht zu viel? Oder fehlt ihnen etwas anderes?
Ich hoffe ihr könnt helfen!

Viele Grüße,
Tove 

Antwort: 

Hallo Tove,
Ich finde es sieht erstmal so aus, als ob es den Tomatenpflanzen sehr gut geht!
Tomatenblätter neigen dazu, sich zu kräuseln. Das hat keinen negativen Einfluss auf die Ernte. Es ist die Ansammlung von Stärke, die auftreten kann, wenn die Temperaturen entweder zu niedrig oder zu hoch sind - in diesem Fall wahrscheinlich, weil sie zu hoch waren.

Die unterschiedlichen Verfärbungen der Blätter könnten auf den Tomatenmosaikvirus zurückzuführen sein. Es gibt jedoch keine der typischen Anzeichen, dass das hier der Fall sein könnte. Andere Viren könnten ebenfalls für die Verfärbungen verantwortlich sein. Ich denke ehr, dass es mit der Hitze zusammenhängt und keine Katastrophe ist. In Hobby-Gewächshäusern kommt es sehr häufig vor, dass Tomaten verschiedene, kleinere Krankheiten an den Blättern bekommen.

Das Wichtigste ist, dass gut durgelüftet wird und sowohl Fenster als auch Türen ruhig rund um die Uhr geöffnet bleiben. Der Boden sollte nicht zu viel Wasser bekommen und zwischendurch ruhig mal austrocknen.

Mit freundlichen Grüßen,
Lars Lund   

KÖNNEN BLÄTTER ALS BODENDECKER FÜR TOMATEN VERWENDET WERDEN?

Frage: 

Hallo Gewächshausclub.

Ich habe ganz viele Blätter aus dem letzten Jahr zusammengeharkt. Kann ich die als Bodendecker im Gewächshaus verwenden, wenn ich Tomaten ausgepflanzt habe?

Mit freundlichen Grüßen  
Finn

Antwort: 

Hallo Finn, 
Das ist wirklich eine kreative Frage. Ja, die Blätter kann man wunderbar verwenden, ebenso wie geschnittenes Gras, dass sowohl die Feuchtigkeit speichert als auch Dünger freisetzt - auch wenn das ein ehr langsamer Prozess ist.

Mit freundlichen Grüßen,

 Lars Lund

WEIN UMPFLANZEN

Frage: 

Hallo,

Wir haben ein neues und großes Gewächshaus gekauft. Im alten Gewächshaus steht ein wunderbarer, schmackhafter Wein, den wir natürlich behalten wollen. Wir wollen das neue Haus um den Wein herum bauen. Kann der Wein vorrübergehend umgepflanzt werden oder sollten wir ihn lieber so zurückschneiden, dass wir das neue Haus um den Wein herumbauen können? Der Wein ist ca. 15 Jahre alt. Wir sind gespannt auf eure Antwort!

Mit freundlichen Grüßen 
Elsa

Antwort: 

Hallo Elsa, 
Ich habe selbst so einen guten, alten Wein, der ebenfalls mit in ein größeres Gewächshaus gezogen ist, ohne, dass ich ihn umpflanzen musste. Meinen Wein habe ich lediglich zurückgeschnitten, eben um das neue Gewächshaus drum herum zu bauen. Den Wein habe ich im Winter zurückgeschnitten, da das neue Haus im darauffolgenden Frühjahr gebaut werden sollte und ich zu dem Zeitpunkt wusste, wo genau es platziert werden sollte.  Es gibt geteilte Meinungen darüber, ob man einen Wein umpflanzen kann oder nicht und auch viele verschiedene Erfahrungen. Einige meinen, dass man Pflanzen, die älter sind als 5 Jahre nicht umpflanzen kann, während andere gute Erfahrungen damit gemacht haben, 15 Jahre alten Wein umzupflanzen.

In einem Erfahrungsbericht, von jemandem, der eine Reihe von bis zu 15 Jahre alten Wein verschiedener Sorten ohne Problem umgepflanzt hat, habe ich folgende Tipps gefunden:  Zunächst wurden die Pflanzen zurückgeschnitten, sodass nur der Hauptstamm übrig war und dieser wurde dann im Winterhalbjahr (Dezember-April) umgepflanzt. Der Wein wurde ausgegraben, wobei man darauf achten sollte, dass so viel Wurzel wie möglich mitkommt, da es letztendlich nur ein kleiner Teil des gesamten Wurzelsystems ist, dass man ausgraben kann. Der Wein sollte schnell wieder eingepflanzt werden und die Wurzeln sollten nicht austrocknen. Der Wein wird im Sommer aus den ruhenden Knospen austreiben, doch die einzelnen Triebe sind im ersten Jahr nicht besonders groß. Im ersten Jahr sollte man die Pflanze sich selbst überlassen, im zweiten Jahr kann man damit beginnen die Pflanze neu zu formen und nach dem dritten bzw. vierten Jahr beginnt der Wein wieder Trauben zu tragen.

Doch wie gesagt, das ist nur ein Erfahrungsbericht von vielen. Ich denke, dass diejenigen, die das Umpflanzen versucht haben, keine Probleme hatten, während diejenigen die es nicht versucht haben, glauben, dass es unmöglich ist. Ich persönlich habe gute Erfahrungen damit gemacht den Wein zurückzuschneiden und das neue Gewächshaus um den Wein herum zubauen.

Mit freundlichen Grüßen,

 Lars Lund

„SCHAUM“ AUF DEN HYAZINTHEN

Frage: 

Hallo,

Ich habe 4 Hyazinthen in einer Glasschüssel im Wohnzimmer. Nun haben sich auf zwei der Blumenzwiebeln kleine ”Schaumkleckse” gebildet. Was ist das?

Viele Grüße,

Else

Antwort: 

Hallo Else,

Mein erster Gedanke war: Schnecken. Die können nämlich ebensolche Spuren hinterlassen. Doch ich habe einen ehemaligen Hyazinthenproduzenten kontaktiert und dieser wusste sofort, worum es sich handelt: eine Pilzinfektion. Er empfiehlt die befallen Zwiebeln schnellstmöglich wegzuwerfen, da diese keine Blüten entwickeln und andere Blumenzwiebeln anstecken können.

Ich würde vorschlagen die Hyazinthen zurück in das Geschäft zu bringen in dem sie gekauft wurden und sie umzutauschen. Außerdem sollte das Geschäft den Produzenten kontaktieren und über den Schimmelbefall informieren.

Mit freundlichen Grüßen,

 Lars Lund

ISOLIERTES FUNDAMENT IM GEWÄCHSHAUS

Frage: 

Hallo, 
Rund um die Außenkanten meines Gewächshauses befindet sich Erde. Hat jemand von euch Erfahrungen mit Styropordämmplatten, die außen eingegraben werden, um das Fundament und damit das Gewächshaus im Winter zu isolieren? Und wie sieht es mit der Freisetzung von Schadstoffen aus, wenn die Erde, in der die Pflanzen wachsen mit dem Dämmplatten in Kontakt kommen?

Die besten Grüße,

Benita

Antwort: 

Hallo Benita,
Wenn das Gewächshaus nicht so wie ein Wohnhaus beheizt wird, ist es nicht besonders sinnvoll den Boden zu isolieren, da auch Wärme aus dem Erdreich kommt. Fast die gesamte Kälte in einem Gewächshaus kommt durch das Glas, deshalb macht es Sinn im Winter Luftpolsterfolie im Gewächshaus zu verwenden.

In Bezug auf den Sockel gibt es viele Diskussionen, ob und wie es sich lohnt diesen zu isolieren. Hierbei empfiehlt es sich den Sockel, wenn dann von außen zu isolieren. Dabei läuft man keine Gefahr, dass die Dämmplatten Schadstoffe an den Boden abgeben.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

DÜNGER UND LICHT

Frage:

Hallo Gewächshausclub,

Ich bin neu im Gewächshausuniversum. Ich möchte gerne Tomaten und Gurken anbauen, und vielleicht sogar Paprika, und dazu habe ich zwei Fragen:

(1) Sollte man zusätzlich düngen, wenn man die Pflanzen direkt in Säcke mit Pflanzenerde pflanzt, und wenn ja, welcher Dünger ist hier am besten?

(2) Woran sieht man, dass die Pflanzen zu viel Sonne abbekommen? Und gibt es einen Unterschied, wie viel Licht Tomaten und Gurken benötigen?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen,
Mogens

Antwort: 

Hallo Mogens. 
Vielen Dank für diese gute Frage.

Säcke mit Pflanzenerde werden oft für Pflanzkästen mit Kapillarbewässerung (Styroporkästen) verwendet, wo man in der Regel nur einmal in der Woche gießen muss. Doch man kann die Säcke natürlich auch einfach auf den Boden legen und täglich mit der Gießkanne gießen.

Die meisten Säcke mit Pflanzenerde beinhalten genug Dünger für die ersten 14 Tage. Auf der Rückseite der Säcke kann man nachlesen, ob die Erde mit Dünger angereichert wurde oder nicht. Günstigere Säcke beinhalten oft keinen zusätzlichen Dünger und Erde, die mit tierischem Dünger angereichert wurde, ist oft teurer als Erde mit NPK-Dünger. Nach 14 Tagen, sollte man zusätzlichen Dünger verwenden, dabei ist es einem selbst überlassen, welchen Dünger man wählt. Nutzt man Pflanzkästen mit Kapillarbewässerung sollte man jedoch unbedingt flüssigen Dünger verwenden. Dünger wird unterschiedlich zusammengesetzt und man sollte auf der Packung nachlesen, wie der jeweilige Dünger angewendet werden sollte. Außerdem kann man zwischen biologischem und normalem Dünger wählen. Falls nichts auf der Packung steht, handelt es sich um normalen Dünger.

Tomaten können durchaus zu viel Sonne abbekommen. Wenn das passiert, kann der Reifeprozess der Tomaten negativ beeinträchtigt werden. Zu hohe Temperaturen sind ebenfalls ein Problem, deshalb sollte man den ganzen Sommer über gut durchlüften und die Tür besonders dann rund um die Uhr offen lassen, wenn die Tomaten dabei sind rot zu werden.  

Gurken brauchen im Vergleich zu Tomaten mehr Wärme. Deshalb sollte man sie im Gewächshaus so weit wie möglich von der Tür weg platzieren. Paprikapflanzen benötigen hingegen nicht so viel Wärme und können daher, so wie einige Tomatensorten, auch im Freien angebaut werden. Chilipflanzen wiederum brauchen so viel Wärme wie möglich. Tomaten brauchen Licht, aber am besten keine direkte Sonne, deshalb sollte man die Blätter an der Pflanze lassen, es sei denn sie sind krank und welken. Gurken brauchen sehr viel Licht, deshalb sollten man sie dementsprechend platzieren.

Wir haben alle mal irgendwo angefangen und es macht Spaß mit der Zeit dazuzulernen, auch wenn zwischendurch auch mal etwas schief geht. Es gibt so viele Faktoren, die die Pflanzen und das Wachstum beeinflussen, auf die man sowieso keinen Einfluss hat. Ein guter Tipp ist jedoch, die Pflanzen nicht zu früh nach draußen bzw. ins Gewächshaus zu pflanzen. Schon jetzt kann man Tomaten-, Gurken- und Paprikapflanzen kaufen, doch diese sollten vorerst drinnen bleiben. Tomaten sollten frühestens Mitte Mai und Gurken am 1. Juni ausgepflanzt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Lars Lund

50 GRAD WÄRME IM GEWÄCHSHAUS

Frage: 

Lieber Gewächshausclub,

Ich stehe vor der dritten Saison mit meinem Juliana Gewächshaus, einer Oase. Ich hatte gehofft, neben einigen andren Pflanzen auch Tomaten anbauen zu können. Paprika und Olivenbaum gedeihen wunderbar, doch Tomatenpflanzen gedeihen gar nicht – es wird einfach viel zu warm. Im Sommer ist es meist unmöglich die Temperaturen unter 50 Grad zu halten. Ich habe das grüne Schattierungsnetz aufgehängt, jedoch ohne Wirkung. Die Tomaten bekommen Kraut- und Braunfäule und kranke Blätter. Es gibt nur wenig natürlichen Schatten. Die Fenster bieten keine ausreichende Belüftung. Was kann ich tun, außer auf ausschließlich Zitruspflanzen umzurüsten?

Mit freundlichen Grüßen 
Ulla

Antwort:

Hallo Ulla,

Ja – da kann mal sehen, wie unterschiedlich es sein kann und wie viel die Platzierung des Gewächshauses ausmacht. Ich verwende auch im Sommer einen Ofen in meiner Oase, um für zusätzliche Wärme zu sorgen.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass Zitruspflanzen im Sommer am besten draußen stehen sollten.  Der Begriff „Orangerie“ bezeichnet beheizte Gewächshäuser, die man im Winter verwendet hat, doch im Sommer kommen die Zitruspflanzen immer nach draußen.


Zum Thema Schatten: Juliana stellt neben dem Schattierungsnetz auch Rollos her, die man mit Saugnäpfen überall platzieren kann. Darüber hinaus kann zusätzlich zu den Fenstern auch die Tür offenstehen lassen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin Drähte unter dem Dach zu spannen, an denen beispielsweise Weinreben wachsen und im Gewächshaus Schatten spenden können. Doch man kann natürlich auch andere Pflanzen mit dem gleichen Effekt anpflanzen, oder die Drähte nuten, um Gardienen darüber zu hängen.

Vielleicht bieten diese Artikel des Gewächshausclubs weitere Tipps und Inspiration:

Schatten für Ihre Pflanzen

Durchlüften mit dem richtigen Fensteröffner 

Ein richtiges Gewächshausschloss

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

FEIGEN- UND APRIKOSENBAUM IM GEWÄCHSHAUS

Frage: 

Hallo Gewächshausclub,

Könnt ihr die besten Feigen- und Aprikosensorten für das Gewächshaus empfehlen?

Mit freundlichen Grüßen 
Erling 

Antwort: 

Hallo Erling,
Feigen haben es meist schwer im Gewächshaus, deshalb platzieren viele die Feigenbäume stattdessen an einer nach Süden ausgerichteten Hauswand. Besonders die Sorten „Røsnæs“ und die „Bornholmfeige“ gedeihen draußen sehr gut.

Die Nachfrage nach lokal angebauten Feigen ist in Gourmetrestaurants besonders hoch. Diese Feigen schmecken nämlich besser als frische, gekaufte Feigen aus dem Ausland. Die Erklärung dafür ist, dass exportierte Feigen gepflückt und verkauft werden lange bevor sie reif sind, und das hat eine große Auswirkung auf den Geschmack. Lokal gereifte Feigen sind eine richtige Delikatesse – es ist lediglich wichtig die richtigen Sorten zu wählen, die auf unsere Wetterbedingungen vorbereitet sind.

Das Gewächshaus gibt gleichzeitig die Möglichkeit, Sorten anzubauen, die im Freien nicht überleben würden. Dazu gehören z.B. die Sorten: „Petrovaca Gigante“, „Hardy Chicago“ und „White Marseille“, „Hirta, Vallecalda“ und „Ronde de Bordeaux“. Sollten die gewünschten Sorten in der lokalen Gärtnerei nicht erhältlich sein, lohnt es sich, sich online umzuschauen. 

Aprikosen sind ebenfalls recht schwierig anzubauen, auch in Gewächshäusern, da sie viel Wärme benötigen. Doch nichts ist unmöglich. Die Sorten „Harcot“ und „Hargrand“ sind beides gute, gesunde Sorten, und die Sorte „Kuresia prunus Amenica“ ist in Norwegen sehr beliebt.  

Mit freundlichen Grüßen,

 Lars Lund

 

 

PFERDEMIST MIT SÄGEMEHL FÜR EIN MISTBEET

Frage: 

Hallo Gewächshausclub,

Ich möchte gerne ein Warm- bzw. Mistbeet anlegen und habe auch einen Ort gefunden, wo ich Pferdemist herbekommen kann, aber der Mist ist nicht mit Stroh, sondern mit Sägemehl vermischt.  

Hat das eine Bedeutung für das Mistbeet?

Mit freundlichen Grüßen,
Ellinor

Antwort: 

Hallo Ellinor,
Was für eine großartige Frage für den Briefkasten – danke dafür!

Pferdemist ist für uns Gartenbesitzer Gold wert, da der Mist vielseitig angewendet werden kann, sowohl zur Verbesserung des Bodens oder als Nährstoffanreicherung als auch für Mistbeete. Mit Sägemehl vermischter Pferdemist kann ebenfalls für Mistbeete verwendet werden, doch es hat gegenüber Stroh einige Nachteile. Die Kompostierung des Sägemehls dauert länger, daher geht der Zersetzungsprozess nicht ganz so schnell wie bei Stroh, sodass bei der Kompostierung weniger Wärme entsteht. Damit die Wärme, die bei der Kompostierung entsteht, einen merkbaren Effekt hat, sollte man eine mindestens 50cm dicke Lage Pferdemist verwenden.

Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Zersetzung von frischem Sägemehl und Spänen den Boden zunächst Nahrung kostetet, bevor diese durch den Mist wieder freigesetzt wird. Es lohnt sich außerdem zu untersuchen, ob das Sägemehl von behandeltem Holz stammt, da die unterschiedlichen Behandlungen oft dafür sorgen, dass das Holz langsamer zerfällt.

Ich würde mich also tatsächlich nach einem Stall umsehen, wo der Pferdemist mit Stroh vermischt ist, doch verwendet man eine Schicht die dick genug ist, kann man auch den Mist mit Sägemehl verwenden, solange das Sägemehl von unbehandeltem Holz stammt.

Ich hoffe das beantwortet die Frage.

Viele Grüße,

Frederik

Gartenenthusiast des Instagram Profils Udkansk 

KÄLTESCHUTZ IM WINTER

Frage: 

Lieber Gewächshausclub,
In einem eurer Artikel beschreibt und zeigt ihr ein Zelt aus Luftpolsterfolie, um Pflanzen im Winter im Gewächshaus isolieren und lagern zu können.

So ein Zelt kann ich einfach nirgendwo finden – ist das selbstgebaut oder wo kann man so ein Zelt kaufen?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, da ich Angst habe meine Agave auf Grund von starkem Frost verloren zu haben …

Viele Grüße,

Malene

Antwort: 

Vielen Dank für die Frage!

In diesem Artikel kann man Tipps zur Isolierung und Aufbewahrung von Pflanzen im Winter nachlesen.

Das Zelt im Artikel stammt von Willabgarden, doch auch in einigen Baumärten oder Gärtnereien gibt es ähnliche Produkte zu kaufen.

Es dauert ein wenig, das Zelt auf- und wieder abzubauen. Ich muss gestehen, dass ich dazu auf Dauer nicht die Geduld habe, deshalb habe ich es an meinen Bruder verschenkt. Doch auch mein Bruder hat es mir zurückgeschickt und ich habe es letztendlich gespendet. Doch das ist Geschmackssache. Hat man Lust auf das Auf- und Abbauen, oder kann man das Zelt im Sommer vielleicht an anderer Stelle im Garten einsetzen, ist es definitiv eine gute Option.

Wenn man eine schnelle Lösung wünscht, kann man die Töpfe mit den Pflanzen auf eine dicke Styroporplatte stellen, die es im Baumarkt für wenig Geld zu kaufen gibt. Bei Frost sollte man die Töpfe darüber hinaus in eine Decke oder ähnliches wickeln und zusätzlich mit Luftpolsterfolie, Vlies, oder im Notfall mit Plastikfolie oder Zeitungspapier abdecken. Wichtig ist, dass immer Luft an die Pflanzen kommt, deshalb sollten sie nicht über einen zu langen Zeitraum hinweg abgedeckt bleiben.

Mit freundlichen Grüßen,

 Lars Lund

ZWERGPFIRSICH IM GEWÄCHSHAUS

Frage: 

Hallo, ich wünsche mir einen Zwergpfirsich, der in einem Topf in meinem Gewächshaus wachsen kann. Könnt ihr eine gesunde Sorte empfehlen, die außerdem frostsicher ist?

Mit freundlichen Grüßen, 
Karin 

Antwort: 

Hallo Karin,
Das klingt sehr spannend und vor allem sehr lecker mit einem Zwergpfirsich im Gewächshaus! Es gibt viele verschiedene Sorten, die interessant anzubauen sind und einige davon sind außerdem für den Anbau im Topf geeignet. Die meisten Pfirsichbäume, die es im Handel zu kaufen gibt, sind widerstandsfähig und kältetolerant. Trotzdem sollten die Pflanzen im Winter geschützt stehen und die Töpfe mit Vlies oder ähnlichem zusätzlich isoliert werden.

Die erste Sorte, die ich empfehlen würde, heißt „Crimson Bonfire” und hat wunderschönes, rötliches Laub. Diese Sorte wächst langsam und wird selten höher als 1,5 bis 2m. Sie trägt viele schmackhafte Früchte, ist selbstbestäubend und soll resistent gegen die Kräuselkrankheit sein.  Die Sorte „Bonanza” ist eine weitere, hervorragende Möglichkeit und erreicht eine maximale Größe von 2m. Auch diese Sorte wächst langsam und eignet sich wunderbar für den Anbau im Topf. Sowohl „Crimson Bonfire“ als auch „Bonanza” wurden so gezüchtet, dass sie bereits in ihren früheren Lebensjahren Früchte tragen.

Pfirsiche blühen in der Regel mit wunderschönen, intensiv rosa Blüten, bevor die Blätter ungefähr im April ausschlagen. Wenn man sich im Spätsommer leckere Pfirsiche wünscht, ist es entscheidend, dass die Blüten im Frühjahr nicht durch Frost beschädigt werden.

Fast alle Pfirsichsorten, die heutzutage im Handel erhältlich sind, sind selbstbestäubend, doch früh im Frühling sind meist nicht genügend Insekten in der Luft. Um die Bestäubung zu gewährleisten, muss man daher mit einem feinen Pinsel oder Wattestäbchen selbst Hand anlegen und die Pollen von Blüte zu Blüte tupfen. Wenn die Entwicklung der Früchte beginnt, kann ich empfehlen, einige Male im Monat mit Tomatendünger, der einen hohen Kaliumgehalt hat, zu düngen.  

Pfirsichbäume können von einer Pilzkrankheit, die sich Kräuselkrankheit nennt, befallen werden. Um der Krankheit vorzubeugen, sollten Feuchtigkeitsansammlungen auf den Blättern bis Anfang Mai vermieden werden.  Die Krankheit zeigt sich durch gekräuselte, verfärbte Blätter, die sofort entfernt werden müssen, da sich die Blätter schnell gegenseitig infizieren.

Viel Glück und Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen,

Frederik vom Instagram Profil Udkansk 

DRAHTGEFLECHT IM SELBSTGEBAUTEN GEWÄCHSHAUS

Frage: 

Ist es sehr unpraktisch Drahtgeflecht anstatt von Glas/Plexiglas in einem selbstgebauten Gewächshaus zu verwenden, in dem grüne Pflanzen wachsen sollen, aber nicht unbedingt Tomaten? 

Mit freundlichen Grüßen,
Ann Marie 

Antwort:

Hallo Ann Marie, 
Ich verstehe die Frage so, dass ein Gewächshaus aus Drahtgeflecht gebaut werden soll. Das ist Geschmackssache, aber geht auf jeden Fall und kann sehr schön aussehen! Es gibt Gewächshäuser, die ausschließlich aus Holzleisten gebaut sind. In Schweden habe ich ein Gewächshaus gesehen, bei dem das Gerüst aus Metallstangen gebaut war. Und in Ålbæk, Dänemark, gibt es ein Gewächshaus aus Wasserrohren. Es gibt also viele Möglichkeiten. Unter Gewaechshausclub.de gibt es einige Artikel, die sich mit außergewöhnlichen und kreativen Gewächshäusern beschäftigen.

Wenn der Maschendraht als dekoratives Element im Garten genutzt werden soll, ist das eine tolle Idee. Außerdem hält Maschendraht oder auch Vogelschutznetz unerwünschte Eindringlinge fern, auch wenn das ein wenig Licht nimmt. Doch das Netz kann auch einfach wieder entfernt werden, sobald der Kohlweißling seine Eier gelegt hat. Ansonsten gedeiht Gemüse wunderbar im Freien, fast sogar besser als durchgängig im Gewächshaus. Auch Tomaten können je nach Sorte im Freien wachsen. Ich habe meine draußen im Küchengarten angebaut und erfreue mich an leckeren Tomaten!

Hochbeete mit Abdeckungen aus z.B. Kunststoff oder alten Fenstern sind auch eine gute Lösung, wenn man schon früh Gemüse ernten möchte. Außerdem gibt es viele verschiedene Modelle, wenn man z.B. „Frühbeete“ googelt.

Flexible Rohre als Bögen geformt und mit Plastikplane oder Netz darüber, eignet sich ebenso für den Anbau von verschiedenem Gemüse.

Der Kohlweißling ist ein Schmetterling, dessen Larven die Pflanzen im Gewächshaus schädigen. In der Regel ist es ausreichend die Pflanzen Mitte Juni gegen die Schädlinge zu wappnen, da die ersten Larven meist am 1. Juli zum Vorschein kommen. Die Larven des Großen Kohlweißling kann man vereinzelt bereits im Mai und Juni entdecken, doch die meisten gibt es im August.

Früher konnte man eine Bakterie kaufen, die die Larven beseitigte, doch die gibt es nicht mehr. Alternativ gibt es andere Mittel in der Gärtnerei oder dem Baumarkt zu kaufen. Man kann seine Pflanzen auch regelmäßig untersuchen und die Eier einzeln entfernen.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

ABGEKNICKTE KEIMLINGE

Frage: 

Hallo Experten,
Ich erlebe jedes Jahr, dass die Keimlinge meiner Gemüsesamen abknicken und umfallen, obwohl sie regelmäßig gegossen werden und bei ca. 22 Grad auf der Fensterbank stehen.

Was mache ich falsch? Ich hoffe ihr könnt helfen!

Mit freundlichen Grüßen,
Jan 

Antwort: 

Hallo Jan,
Wenn ich die langen Stängel auf dem Foto sehe, ist meine erste Eingebung: den Keimlingen fehlt Licht. Außerdem können sie sogenannter „Wurzelfäule“ ausgesetzt sein. Wurzelfäule wird durch verschiedene Pilze verursacht. Diese greifen die Wurzeln und den Wurzelhals an, besonders bei Pflanzen, die bei ungünstigen Bedingungen wachsen; beispielsweise bei zu hoher Luftfeuchtigkeit oder zu komprimierter und kalter Erde. Gemüsesamen sollten darüber hinaus nicht zu warm stehen – 10-15 Grad sind völlig ausreichend.

Der Befall von Wurzelfäule zeigt sich an einer dunklen Färbung am Stängel, dort wo er Kontakt zur Erde hat. Mit der Zeit trocknet der Stängel aus und wird ganz dünn. Dadurch kann die Pflanze Wasser nur noch schwierig transportieren und die Pflanze welkt und stirbt ab. Man kann Abhilfe schaffen, indem man Aussaat- und Anzuchterde verwendet, die eine gute Mischung aus durchlässigem Kies und Erde enthält, sodass das Wasser ablaufen kann. Außerdem sollte man von unten gießen, sodass das Wasser durch die Erde aufgesogen wird.

In diesem Fall denke ich, dass das Umknicken der Keimlinge an mangelndem Licht und zu feuchter Erde liegt.

Mit freundlichen Grüßen, 

Lars Lund

MISTELZWEIG IM APFELBAUM

Frage: 

Liebe Experten,

Ich wohne in einem alten Villenviertel in Brønshøj. In unserem Garten haben wir einen großen und fast 100 Jahre alten Apfelbaum, der Sorte „Belle Boskop“, der vor 8-10 Jahren einen kleinen Mistelbusch in der Baumkrone bekommen hat. Das fand ich damals in Ordnung und auch ein bisschen interessant. Seither sind weitere Büsche dazugekommen und nun sind es 18-20 im selben Baum. Meine Frage ist, ob es dem alten Baum schaden kann, so viele Büsche zu beherbergen, da Mistelbüsche Schmarotzer (oder Halbschmarotzter?) sind?

Ich hoffe Ihr könnt mir einen guten Rat geben.

Mit freundlichen Grüßen, 
Torben

Antwort: 

Hallo Torben. Danke für die Frage!

Hier sind wahrscheinlich viele verschiedene Antworten zu finden. Die Mistel ist ein sogenannter „Halbschmarotzer“. Die grünen Blätter sorgen mit Hilfe von Fotosynthese selbst dafür Zucker herzustellen, das ist also kein Problem. Allerdings stehlen Mistelzweige Wasser und Mineralien vom Baum. Deshalb ist es vorstellbar, dass Teile der Baumkrone eingehen, besonders in trockenen Perioden. Bleiben zu viele Mistelbüsche im Apfelbaum, oder werden sie zu groß, entsteht außerdem ein großes Gewicht, sodass die Zweige des Apfelbaumes brechen und das kann zu Schimmelkrankheiten führen. Deshalb sollte man die Mistelbüsche zurückschneiden.

Wie viele Mistelbüsche an einem Baum bleiben können, hängt von der Gesundheit des Baumes ab. Sieht der Baum im Sommer frisch und kräftig aus, wird erstmal nichts Schlimmes passieren. Man sollte beachten, dass die Mistelzweige den Zweigen des Apfelbaumes Licht nehmen können, was dazu führen kann, dass diese absterben. Wenn ich eine genaue Zahl nennen sollte, ist meine Erfahrung, dass ein gesunder Baum bis zu 10 Schmarotzer vertragen kann. Darüber hinaus kann es schwierig werden und man sollte aufpassen. Bei über 10, wie in diesem Falle, kommt es darauf an, ob der Baum ansonsten gesund und belastbar ist und wie sehr die Mistelzweige das Licht abschirmen. Es wäre sehr ärgerlich einen 100 Jahre alten Baum zu verlieren, deshalb würde ich die Baumkrone ein wenig im Auge behalten. 

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

GEWÄCHSHAUS UMZUG

Frage: 

Ich ziehe um und suche daher nach ein paar Tipps, wie ich meine 9m2 große Orangerie am besten transportieren und mit in den neuen Garten nehmen kann.

Viele Grüße,
Susan 

Antwort: 

Hallo Susan, vielen Dank für die Frage!

Alle Glasscheiben müssen herausgenommen werden. Wenn das Glas mit Montageleisten befestigt ist, müssen auch diese abgenommen werden. Wenn das Glas mit „Fliegenbeinen” oder Glasklammern befestigt ist, müssen auch diese vorsichtig entfernt werden. Die Kleinteile kann man aufbewahren und wiederverwenden, aber es ist auch kein Problem Teile nachzukaufen, falls doch etwas fehlen sollte. Wenn das Glas mit Silikon befestigt wurde, können die Scheiben mit Hilfe eines Taschenmessers freigeschnitten werden. Hierfür muss neues Silikon gekauft werden. Die Glasscheiben können am besten in einer dafür vorgesehenen Kiste transportiert werden. Man sollte darauf achten, dass die Scheiben sicher stehen, sodass sie nicht umfallen können. Am sichersten können die Glasscheiben transportiert werden, wenn sich aufrecht stehen und nicht waagerecht liegen.

Als nächstes muss das Gewächshaus vom Fundament gelöst werden. Dabei sollte man die Beschläge für den späteren Wiederaufbau aufbewahren. Abhängig davon, wie weit das Gewächshaus beim Umzug transportiert werden muss, gibt es folgende Möglichkeiten:

- Wenn das Gewächshaus nur ein paar Häuser weiter transportiert werden muss, kann man das Gerüst, ohne das Glas, mit ein paar Leuten in den neuen Garten tragen.

- Muss das Gewächshaus weiter transportiert werden, muss das Gerüst (ohne Glas) auseinandergebaut und mit Hilfe von einem Fahrzeug transportiert werden. Hierbei ist es wichtig, dass die einzelnen Teile beim Transport gut befestigt sind, damit sie sich nicht verbiegen oder beschädigt werden. Hat man ein größeres Fahrzeug, kann man das Gewächshaus in Sektionen teilen. So ist es auch einfacher das Haus später wieder zusammenzubauen. Hierbei ist es wichtig einen Überblick über die Beschläge, Schrauben, Bolzen und Schraubenmuttern zu behalten. Doch auch hier können die Teile nachgekauft werden, falls etwas verloren geht.

- Wenn das Gewächshaus in nicht Sektionen transportiert werden kann, muss das Gerüst in einzelne Profile getrennt werden. Dabei ist es empfehlenswert die einzelnen Teile zu markieren und zu beschriften, sodass man beim Wiederaufbau genau weiß was zu tun ist.

Ob und wie das Fundament ebenfalls mit umziehen kann, ist von der Art des Fundamentes abhängig und wie es im Boden verankert und befestigt ist. Ein gegossenes Fundament kann ausgegraben werden, doch es kann eine Herausforderung darstellen, das gleiche Fundament an einem neuen Ort wieder einzugraben und dort sicher zu stellen, dass es auch richtig verankert ist. Eine Möglichkeit besteht darin, neues Fundament für das Gewächshaus zu bauen. So kann man sicher sein, dass es richtig im Boden verankert ist.

Wenn einem das eigene Gewächshaus sehr am Herzen liegt und sich nicht vorstellen kann, es zurückzulassen, sollte man das geliebte Gewächshaus natürlich mitnehmen. Falls man sich die Mühe des Ab- und Wiederaufbaus sparen möchte, kann man natürlich das gleiche Gewächshaus noch einmal kaufen, oder die Gelegenheit nutzen und ein größeres oder anderes Modell wählen, in dem neue Gewächshausträume wachsen können.

Mit freundlichen Grüßen,

Der Gewächshausclub

REINIGUNG VON WEIN- UND PFIRSICHSTÄMMEN

Frage: 

Hallo. Lars Lund schreibt, dass die Stämme von Wein- und Pfirsichpflanzen davon profitieren, dass man das Gewächshaus gründlich mit einer Bürste und Schmierseife reinigt. Ich verstehe das so, dass man auch die Stämme der Pflanzen so reinigt. Können die Stämme das ab?

Viele Grüße,

Inger

Antwort: 

Hallo Inger. Vielen Dank für die Frage. Ich kann gut verstehen, dass man da noch einmal nachhaken möchte.

Blattläuse verstecken sich gerne auf Wein- und Pfirsichpflanzen. Daher ist es eine gute Idee die Stämme mit einer weichen Zahnbürste und etwas Alkohol abzubürsten. Eine harte Bürste, wie man sie zur Reinigung des Gewächshauses verwendet, ist besonders für Pfirsichpflanzen etwas zu grob. Man kann ruhig ein wenig Schmierseife verwenden, wenn man sie schnell wieder abspült, doch die Verwendung von Alkohol ist die bessere Lösung. Das Gewächshaus kann mit einem speziellen Reiniger, z.B. von Juliana, gesäubert werden, aber auch Schmierseife eignet sich und die Menge an Seifenwasser, das in der Erde versickert, ist kein Problem. Ich verwende eine Gartenspritze und komme damit gut in alle Ecken und Aussparungen der Profile. Eine Art Spritze, z.B. zum Besprühen von Pflanzen, hilft auch bei der Dosierung der Seife.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

EINE UNBEKANNTE PFLANZE IDENTIFIZIEREN

EINE UNBEKANNTE PFLANZE IDENTIFIZIEREN

Frage: 

Unsere Tochter hat diese ca. 80 cm hohe Pflanze in ihrer Einfahrt. Sowohl Fliegen und Wespen als auch Bienen sammeln gelben Staub von den Blüten. Wie heißt diese Pflanze, die einen guten Bodendecker darstellt und all diese Insekten mit Nahrung versorgt?

Mit freundlichen Grüßen, 
Palle

Antwort: 

Vielen Dank für die Frage.

Obwohl das Bild ein wenig verschwommen ist, sieht es nach gewöhnlichem Efeu (Hedera helix) aus.
Der Efeu kommt in den milderen Regionen Westeuropas vor. Auch als Zimmerpflanze wird die Pflanze Efeu genannt. Dort, wo der Efeu wächst, freuen sich besonders die Insekten. Für Bienen, Fliegen und andere nektar- und pollenfressende Insekten bedeutet der Efeu eine Nahrungsquelle, auch im ansonsten äußerst kargen Herbst. Deshalb sollte man den Efeu ruhig behalten, denn er tut etwas Gutes für die Tierwelt. Efeu reinigt die Luft und ist gleichzeitig giftig für Menschen. Besonders die Beeren und Blüten sind giftig, doch auch der Rest der Pflanze ist giftig, jedoch in etwas geringerem Maße. Efeu kann allergische Reaktionen hervorrufen, insbesondere bei Menschen, die über lange Zeit mit Pflanzen arbeiten, wie z.B. Gärtnern.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Lund

KRÖTE IM GEWÄCHSHAUS

Frage: 

Ich habe eine Kröte im Gewächshaus. Ist es von Vorteil eine Kröte im Gewächshaus zu haben oder sollte ich sie lieber verjagen?

Antwort: 

Kröten im Gewächshaus sind sicherlich keine Seltenheit. Sie mögen die feuchte Umgebung und vor allem die Schnecken, also passen Sie gut auf die Kröte auf. Z.B. kann man der Kröte ein Versteck unter einem Stein oder unter Holzscheiten einrichten, denn Kröten sitzen gerne im Schatten. Die Haut von Kröten ist giftig, nicht so sehr für Menschen, dafür aber für einige Tiere. Trotzdem sollte man sich gründlich die Hände waschen, falls man sie in die Hand nimmt.

Viele Grüße,

Lars Lund 

PFLANZEN UND LICHT

Frage:

Können Pflanzen im Gewächshaus zu viel Sonnenlicht abbekommen?

Mit freundlichen Grüßen

Christine

Antwort:

Vielen Dank für die Frage. Ich habe ein bisschen rumgefragt und folgendes in Erfahrung gebracht: bekommen Pflanzen, die sich an eine Umgebung mit wenig Licht angepasst haben, zu viel Licht ab, wird das Licht stattdessen als Wärme in den Pflanzenzellen eingefangen und das kann die Pflanze schädigen, das sagt Poul Erik Jensen Professor, Leiter des Copenhagen Plant Science Center an der Universität Kopenhagen.

Licht beeinflusst das Wachstum von Pflanzen und einige Pflanzen können Licht besser nutzen als andere. Manche Pflanzen verwenden nur einen Bruchteil von dem Licht, dass ihnen zur Verfügung steht. Die meisten Pflanzen haben ihre Lichtempfindlichkeit an ihren Standort angepasst. Besonders um die Mittagszeit können sie daher zu viel Sonnenlicht abbekommen. Die Photosynthese funktioniert am besten, wenn die Sonneneinstrahlung nicht zu stark ist. Sind die Sonneneinstrahlungen zu stark, werden zu großen Mengen Licht vom Chlorophyll in den Chloroplasten eingefangen. Die eingefangene Energiemenge muss die Pflanze wieder loswerden können, sonst kommt es zu Schäden. Bei zu viel Licht kommt die Pflanze oft einfach nicht hinterher.

Kim Tang, Berater im Bereich Landschaftsbau, sagt, dass die Blüte einiger Pflanzen durch die Tageslänge bestimmt wird, wie es z.B. beim Weihnachtsstern und Flammenden Käthchen der Fall ist. Viele Arten können die Blattposition ändern, um die Lichtaufnahme zu erhöhen, wie z.B. die Monstera, Einblatt, Philodendron, Dracaena und Birkenfeige. Auch die Anzahl der Blätter und die Struktur der einzelnen Blätter hängt vom Licht ab. Bei viel Licht sind neue Blätter oft dick, da sie aus dicken Zellschichten (Palisadengewebe) bestehen, mit einem hohen Anteil an Chloroplasten pro cm2. Gleichzeitig verhindert eine dicke Zellschicht die Verdunstung. Diese Blattart wird Sonnenblatt oder Lichtblatt genannt. Im Sommer kann das starke Licht bis zur Blattunterseite ausgenutzt werden und im Winter pausieren die unteren Zellschichten.

Einige Pflanzen reagieren wie Birkenfeige und Oliven, die ihre Sonnenblätter abwerfen und neue Winterblätter, oder auch Schattenblätter, bilden. Diese sind dünner und haben weniger Chloroplasten pro cm2. Der Nachteil von Schattenblättern ist, dass sie bei zu viel Licht leichter verbrennen können. Da Pflanzen in Gewächshäusern meist unter optimalen Lichtverhältnissen wachsen, kann der Wechsel zu Innenräumen problematisch sein. Um dem entgegenzuwirken, lassen einige Produzenten ihre Pflanzen zeitweise austrocknen. Dadurch reagieren die Pflanzen ebenso, wie wenn weniger Licht zur Verfügung steht, sagt Kim Tang.

Pflanzen können also viel Licht vertragen, aber dennoch nicht zu viel, da ihre Temperatur sonst so stark ansteigt, dass sie auf Mikroebene Schaden davontragen.

Viele Grüße,

Lars Lund

SAURE WEINTRAUBEN

Frage:

Hallo,

Ich habe eine Frage zu meinem Wein (Schwarze Millenium) im Gewächshaus. Der Wein trägt sehr viele Trauben, obwohl ich die Pflanze ordentlich ausgedünnt habe. Die Trauben schmecken jedoch fortwährend sauer, obwohl sie mittlerweile reif und süß sein sollten. Liegt das vielleicht an der Menge in diesem Jahr, an der Wärme oder gibt es andre Gründe?

Mit freundlichen Grüßen,

Jens

Antwort: 

Hallo Jens,
Je weniger Blätter es pro Rispe gibt, desto saurer werden die Trauben. Man sagt, dass es pro Rispe zwei Blätter, oder sogar vier Blätter, geben sollte. Es ist jedoch nicht immer Platz für vier Blätter. Darüber hinaus spielt das Sonnenlicht eine große Rolle. Je mehr Sonne die Trauben abbekommen, desto besser. Ansonsten kann man nichts anderes tun, als abzuwarten bis die Trauben vollends ausgereift sind.

Viele Grüße,

Lars Lund 

BRAUNE FLECKEN AUF DEN WEINBLÄTTERN

BRAUNE FLECKEN AUF DEN WEINBLÄTTERN

Frage: 

Hallo, 
Seit einigen Jahren kämpfen wir mit einer Weinrebe in unserem Garten, die aus Italien stammt (etwas nördlich von Rom).  Am Anfang des Sommers ist die Weinrebe schön grün, aber dann beginnt sie langsam zusammenzufallen und die Blätter bekommen braune Flecken und fallen letztendlich ganz ab, wie auf dem Bild zu sehen ist. Ich sollte hinzufügen, dass die weißen Flecken darauf zurückzuführen sind, dass ich mit Sprühschwefel gesprüht habe, doch das hat nichts geändert. Außerdem gieße ich den Wein jeden zweiten Tag mit ca. 5 Litern Wasser. Haben Sie eine Idee, was das Problem sein könnte?

Mit freundlichen Grüßen,
Lars 

Antwort: 

Lieber Lars, das sieht eindeutig nach Dürreschäden aus. Diese können oft mit Stickstoffmangel in Verbindung gebracht werden, daher würde ich empfehlen, den Wein zu düngen und gleichzeitig gut und gründlich zu gießen. Am besten beginnen Sie mit einer guten Grundwässerung. Lassen Sie das Wasser gut versickern und gießen Sie am nächsten Tag mit Flüssigdünger.

Mit freundlichen Grüßen,
Lars Lund 

DÜNGER FÜR GURKEN UND TOMATEN

Frage: 

Ich habe ein Juliana Bewässerungssystem. Alle meine Pflanzen habe ich in Säcke mit Pflanzenerde gesät. Das Problem ist das Düngen - Tomaten sollten nicht zu viel Dünger bekommen, während Gurken viel mehr Dünger benötigen. Kann ich die Gurken einzeln düngen und dann zusätzlich Dünger, dessen Konzentration an die Bedürfnisse der Tomaten angepasst, mit Hilfe des Bewässerungssystem verteilen?  

Mit freundlichen Grüßen,
Dan 

Antwort: 

Hallo Dan, 
Die vorgeschlagene Lösung ist eine gute Option, doch ich denke, es überrascht viele, die seit Jahren mit Bewässerungssystem düngen, dass es beim Düngen einen Unterschied zwischen Tomaten und Gurken gibt. Ich habe online nach Informationen gesucht, um herauszufinden, ob Gurken wirklich mehr Dünger als Tomaten benötigen, und wenn ja wie viel mehr. Ich habe ein einziges Forum gefunden, in dem eine Nutzerin schreibt, dass sie irgendwo gelesen hat, dass Gurken mehr Dünger benötigen als Tomaten, aber wo sie das gelesen hatte, wusste sie auch nicht mehr. Gleichzeitig brauchen Gurken mehr Wasser als Tomaten, doch auch wenn man Tomaten überwässert, schadet das den Pflanzen nicht.

Zurück zum Dünger. Obwohl ich in Bezug auf Dünger nie einen Unterschied zwischen Tomaten und Gurken gemacht habe, kann es natürlich sein, dass das eine gute Idee gewesen wäre – auch ich weiß nicht alles. Nachdem ich das Internet relativ erfolglos nach Informationen durchforstet hatte, habe ich zwei Gärtnereien kontaktiert, die sowohl Gurken als auch Tomaten anbauen, und beide sind sich einig: wenn es einen Unterschied gibt, dann ist dieser so gering, dass er keine Rolle spielt.

Viele Grüße,

Lars Lund

FLIEGEN IM GEWÄCHSHAUS

Frage: 

Hallo. Ich habe das Glück ein Gewächshaus zu haben, das wir auch als Aufenthaltsraum im Garten nutzen können. Allerdings gibt es dort sehr viele Fliegen. Kann ich etwas tun, um die Anzahl der Fliegen zu reduzieren?

Mit freundlichen Grüßen,
Janne 

Antwort: 

Hallo Janne,

Zu bestimmten Jahreszeiten gibt es viele Fliegen, besonders wenn man auf dem Land oder in der Nähe einer Reitschule wohnt, aber die verschwinden meist recht schnell wieder. Natürlich kann man Insektenspray kaufen, aber das ist meist giftig und deshalb empfehlen wir das nicht. Dann gibt es die altmodischen Fliegenfallen mit Klebestreifen, oder kleine Platten mit Kleber, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren, auch wenn die an Tierquälerei grenzen. Darüber hinaus gibt es natürliche Methoden, die Fliegen loszuwerden, beispielsweise mit Basilikum, das viele Insekten vertreibt, da sie den Geruch nicht vertragen.

Eine weitere natürliche Methode ist der Einsatz von Wodka, denn den mögen Fliegen ebenfalls nicht. Indem man den Wodka in kleinen Plastiktüten im Gewächshaus aufgehängt, spiegeln die Wodka-Tüten außerdem die Lichtstrahlen der Sonne, das schreckt die Fliegen zusätzlich ab. Weitere Methoden sind Lavendelöl und Nelken, die in Orangen gesteckt werden. So kommt dann auch gleich ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Und dann gibt es noch etwas exotischere Lösungen: Wachteln eigenen sich wunderbar als Fliegenfänger im Gewächshaus oder man schafft sich fliegenfressende Pflanzen an.

Schließlich gibt es mehrere Köderfallen und elektrische Insektenvernichter zu kaufen.

Viele Grüße,

Lars Lund

KÖNNEN FEIGEN IM TOPF FROST ÜBERLEBEN?

Frage: 

Hallo, 

Wir haben eine Bornholmer Feige in einem Topf. Die Feige ist fünf Jahre alt und hat einen Durchmesser von mehr als einem Meter. In den letzten Jahren war die Pflanze immer sehr gut in Stand. Die Feige steht draußen. Im Frühjahr hatte sie 10-15 cm neue Triebe entwickelt. Seither hat sie die neuen Triebe allerding wieder komplett verloren. Ich glaube, dass sie die lange Periode mit Frost nicht überlebt haben … Können wir etwas tun? Oder haben wir die Feige an den Frost verloren? Wir haben auch eine andere Feige, die direkt in der Erde wächst und die trägt zahlreiche kleinen Feigen und viele Blätter.

Mit freundlichen Grüßen,
Joan

Antwort: 

Hallo Joan,

Topfpflanzen sind Frost immer wesentlich stärker ausgesetzt. Die Erde kann nämlich leicht gefrieren und dann sterben die Pflanzen häufig ab. Wenn der Topf isoliert oder keinem längeren Frost ausgesetzt wurde, können die Äste der Pflanzen trotzdem durch die Kälte beschädigt werden. Das gilt auch für größere Pflanzen und Äste.

In diesem Jahr gab es mehrere Tage hintereinander Frost und auch meine Feige hat davon Schaden genommen. Bei meiner Feige sind die neuen Triebe ebenfalls wieder abgefallen. Das ist jedoch nach einer langen Kälteperiode völlig normal. Gleichzeitig war es bisher nicht warm genug, um das Wachstum wieder in Gang zu setzen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Feige nicht erfroren ist, sondern dass man einfach noch ein wenig Geduld haben muss. Sobald es wärmer wird und die Pflanze wieder zu wachsen beginnt, sollte man die Äste, die nicht wieder zum Leben erwecken, zurückschneiden. Als kleinen Test kann man mit dem Fingernagel leicht in der Rinde des Stammes kratzen. Kommt etwas Grünes unter der Rinde zum Vorschein, dann ist das ein gutes Zeichen und es besteht Hoffnung, dass die Pflanze die verlorene Zeit schnell wieder einholt.

Viele Grüße, Lars Lund 

MEHLTAU

Frage: 

Hallo, 

Letztes Jahr wurden sowohl meine Gurken- als auch meine Melonenpflanze von Mehltau zerstört. Eine der Melonenpflanzen war wahrscheinlich zuerst befallen und von dort breitete sich die Krankheit auf die anderen Pflanzen aus. Normalerweise reinige ich das gesamte Gewächshaus im Frühjahr mit Gewächshausreiniger und spüle alle Ecken sauber. Gibt es eine bessere Methode, um Mehltau zu vermeiden? Es schien, als ob besonders die Melonenpflanzen unter dem Mehltau gelitten haben. Daher plane ich dieses Jahr nur Gurken anzubauen und die Pflanzen vielleicht auf die andere Seite des Gewächshauses zu stellen. Tomaten und andere Pflanzen waren nicht betroffen.

Gruß,
Elsebeth

Antwort:

Hallo Elsebeth,

Nun schreiben Sie Mehltau, Pseudoperonospora cubensis, und das ist sicherlich auch zutreffend. Doch Melonen können von bis zu 11 verschiedene Viren und Pilzen befallen werden, und einige davon können sich durchaus ähneln. Bei Mehltau bekommen die Blätter schwache, gelbe Flecken. Das erinnert auch ein bisschen an Spinnmilben. Die Flecken werden schnell deutlicher und kantiger und ähneln einem Mosaik, das von den Blattnerven begrenzt wird. Die Blätter vertrocknen und neue Sporen infizieren die anderen Pflanzen. Bei feuchtem Wetter kann die Blattrückseite mit grau-schwarzen Sporen bedeckt sein. Das Mosaikmuster auf den Blättern der Melonenpflanze kann auch durch ein Virus verursacht werden. Leider kann man nicht viel anderes tun, als die Pflanzen regelmäßig zu überprüfen und die Krankheit zu beseitigen, wenn sie auftritt. Während man bei Viren nicht viel tun kann, können Pilzkrankheiten gelindert werden, indem man das Gewächshaus den ganzen Sommer immer gut durchlüftet. In den Sommermonaten, in denen die Pflanzen besonders viel wachsen, sollten Fenster und Türen ruhig offen bleiben. Außerdem ist das regelmäßige und gründliche Reinigen des Gewächshauses immer gut, um allen möglichen Krankheiten vorzubeugen.

Viele Grüße, Lars Lund

GEWÄCHSHAUS AUF EINEM NACH WESTEN AUSGERICHTETEN BALKON

Frage: 

Lieber Gewächshausclub,

Ich liebe euer schönes Balkongewächshaus und obwohl ich mit einem großen Garten aufgewachsen bin, bin ich völlig überfragt, ob es sich für mich lohnt auf unserem nach Westen ausgerichteten Balkon ein Gewächshaus aufzustellen. Da wir im 1. OG wohnen und die umstehenden Gebäude Schatten spenden, haben wir auf dem Balkon ungefähr 2 Stunden Sonne am Tag. Ist das ausreichend, um Tomaten, Erdbeeren usw. in Töpfen im Balkongewächshaus anzubauen?

Mit freundlichen Grüßen,
Line 

Antwort: 

Hallo Line,

Die Balkongewächshäuser sind aber auch wirklich toll! Tomaten und Erdbeeren brauchen viel Sonne, daher eignen sich diese Pflanzen nicht so gut für einen schattigen Balkon. Kirschtomaten benötigen weniger Licht und eigenen sich in diesem Fall besser. Gleichzeitig gibt es viele andere Gemüsesorten und Kräuter, die sehr wohl im Schatten und in Töpfen angebaut werden können.

Dafür eignen sich beispielsweise Salat, Frühlingszwiebeln, Radieschen, Petersilie, Rucola, Kartoffeln, Salbei, Schnittlauch, Minze, Melisse, Grünkohl, Spinat und Rhabarber.

Viele Grüße,

Lars Lund  

ZITRUSDÜNGER

Frage: 

Lieber Lars,

Sollten Zitronenbäumen von Februar bis September gedüngt werden?

Mit freundlichen Grüßen

Helle

Antwort: 

Hallo Helle,
Zitrusfrüchte werden, wie viele andere Pflanzen, zu Beginn des Wachstums gedüngt und sollten während der gesamten Wachstumsperiode gedüngt werden. Deshalb sollte man in den Sommermonaten auf keinen Fall auf Dünger verzichten. Zitruspflanzen wachsen von April bis August / September. Dabei sollte man auch bedenken, dass Zitrusfrüchte im Sommer besser im Freien stehen als im Gewächshaus. Deshalb wurden Orangerien gebaut. Im Winter wurden die Orangerien beheizt und im Sommer kamen die Zitronen nach draußen. Eine Orangerie ist also eigentlich ein beheiztes Gewächshaus.

Viele Grüße, Lars Lund

NUTZUNG DER PFLANZENSPIRALEN

Frage:

Kann es sein, dass man die Pflanzenspiralen von Juliana mit viel Kraft auseinanderziehen muss?

Mit freundlichen Grüßen
Leif 

Antwort: 

Hallo Leif, 

Ja, die Pflanzenspiralen können sehr hartnäckig sein. Sie bestehen aus Aluminiumrohren. Das macht sie langlebig und stark, um jedem Gewicht standzuhalten, z.B. dem einer Tomatenpflanze. Es kann von Vorteil sein, die Spiralen zu zweit auf die gewünschte Länge zu ziehen. Es gilt jedoch zu beachten, dass man die Länge der Pflanzenspiralen nicht wieder verkürzen kann, falls man sie zu weit auseinandergezogen hat.

Wenn man die Spiralen im Winter abbaut, füllen sie natürlich etwas auf dem Boden in der Garage oder im Gewächshaus - in der Hochsaison sind sie aber eine große Hilfe für Tomaten und Gurken.

Mit freundlichen Grüßen, Klaus Bisgaard Lillesø
Qualitätsmanager Juliana Drivhuse 

LARVEN IN DEN ERDBEERPFLANZEN

Frage: 

Ich habe unendlich viele, kleine, dunkelgrüne Larven in meinen Erdbeerpflanzen. Wie kann ich die bekämpfen?

Antwort: 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Larven loszuwerden. Die schroffste Methode ist die Nahrungsquelle der Larven zu entfernen. Das bedeutet die Erdbeerpflanzen Ende August oder Anfang September zurückzuschneiden. Die Larven, die sich verpuppen und überwintern, tun dies Ende September. Durch das Zurückschneiden der Pflanzen und das Entfernen aller Blätter und Äste sowie die Überprüfung des Bodens, besteht also Hoffnung, dass die Larven gänzlich beseitigt sind. Es gibt auch einige weniger drastische Strategien. Im April und Mai kann man die Unterseite der Blätter auf Eier und Larven überprüfen und die befallenen Blätter entfernen. Oder man schüttelt die Pflanzen hin und wieder, damit die Larven zu Boden fallen. Indem man vorher eine Unterlage unter die Pflanzen legt, kann man die Larven hinterher einfach aufsammeln. Oder man kann die Pflanzen mit Wasser besprühen und die Blätter mit dem Gartenschlauch abspülen.

Solange die Pflanzen keine Erdbeeren tragen, die später gegessen werden sollen, kann man auch Insektenseife verwenden, um die Pflanzen zu reinigen. Das sollte einige Optionen bieten. Ich hoffe eine davon eignet sich für Ihre Situation.

Viele Grüße,

Lars Lund 

STABILITÄT DES GEWÄCHSHAUSES

Frage: 

Ich habe einen Garten mit einem Gewächshaus übernommen. Im Gewächshaus liegen Fliesen mit Kies darunter. Ich würde die Fliesen gerne entfernen und stattdessen frische Erde verteilen, sodass ich meine Pflanzen direkt in die Erde pflanzen kann. Mein Mann macht sich jedoch Sorgen um die Stabilität des Gewächshauses. Das Gewächshaus ist ca. 10m2 groß.  Hat das Entfernen der Fliesen eine Auswirkung auf die Stabilität des Gewächshauses? Vielen Dank im Voraus.

Gruß, Nathalie

Antwort: 

Hallo Nathalie,

Wenn das Gewächshaus gemäß den Vorschriften des jeweiligen Gewächshausmodells auf ein Fundament gebaut wurde, können die Fliesen entfernt werden. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass das Fundament ggf. unterstützt werden muss. Daher sollte man schrittweise vorgehen und zunächst nur ein paar Fliesen entfernen. Dort wo die Fliesen gelegen haben verteilt man dann Erde zur Unterstützung und so arbeitet man sich Schritt für Schritt voran.  

Mit freundlichen Grüßen, Klaus Bisgaard Lillesø
Qualitätsmanager Juliana Drivhuse 

ARTISCHOCKEN VERMEHREN

ARTISCHOCKEN VERMEHREN

Frage:

Hallo, ich habe im Frühjahr ein paar Artischocken angepflanzt, die mittlerweile groß geworden sind. Die größte Pflanze scheint sich zu drei Pflanzen entwickelt zu haben – an der Wurzel – kann das sein? Wie kann ich die Artischocken vermehren? Schließlich sind Artischocken empfindliche Pflanze und ich glaube nicht, dass der Einsatz von Säge oder Spaten hier eine gute Idee ist?

Viele Grüße,
Tove 

Antwort: 

Hallo Tove.

Ja, es kann gut sein, dass es sich um ein und dieselbe Pflanze mit einigen Seitentrieben handelt. Normalerweise werden Artischocken Anfang Februar gesät und dann später ausgepflanzt, sonst blühen sie nicht. Die Blüte sollte, wenn sie gegessen werden soll, kurz vor dem Keimen geerntet werden. Während sie wächst, entwickelt sie Seitentriebe, diese teilt man am besten mit einem Messer, doch ein Spaten funktioniert ebenfalls.

Oft werden Artischocken einjährig angebaut, weil es schwierig ist, sie den Winter über aufzubewahren. In milden Wintern erhöhen sich natürlich die Chancen. Hier können die Artischocken ausgraben und ins Gewächshaus gebracht werden. Man sollte die Artischocke zurückzuschneiden und bis März einen Eimer mit Stroh über die Pflanze stülpen, oder sie mit anderen Materialien schützen, besonders vor der Kälte von unten. Den Eimer sollte man allerdings nur dann über die Pflanze stülpen, wenn es Frost gibt, da Pflanzen in der Regel häufiger verfaulen als Frostschäden davontragen und es in einem geschlossenen Raum leicht zu Kondenswasser kommt.

Viele Grüße,

Lars Lund

ZITRONENBAUM VERLIERT FRÜCHTE

Frage:

Die Früchte von meinen Zitronen- und Apfelsinenbäumen fallen vom Baum. Es wachsen zwar viele Früchte, doch diese fallen sehr schnell ab. Woran kann das liegen?

Antwort:

Wichtig ist, dass die Pflanzen bei der Fruchtbildung gleichmäßig bewässert werden, sonst fallen die Früchte vom Baum. In Gärtnereien oder Baumschulen kann man speziellen Dünger für Zitruspflanzen kaufen. Von September bis Februar sollte man jedoch nicht düngen. Zum Gießen sollte immer Regenwasser verwendet werden.

Viele Grüße,

Lars Lund 

SCHIMMEL IM GEWÄCHSHAUS VERMEIDEN

Frage: 

Wie vermeidet man Schimmel im Gewächshaus?

Antwort: 

Generell sind Schimmel und Mehltau immer in der Luft und immer in einer feuchten Umgebung zu finden. Es ist also sehr wichtig gut durchzulüften. Wenn man im Gewächshaus gezielt etwas gegen Pilze einsetzen möchte, gibt es ein professionelles Mittel namens Hysan, das zur Bekämpfung von Pilzen zugelassen ist. Ansonsten gibt es auch noch einige andere Reinigungsmittel - am häufigsten wird Chlor verwendet. Aber Vorsicht, Chlor kann Farben ausbleichen. Es ist eine gute Idee eine Maske zu tragen und gut durchzulüften, wenn man mit den Mitteln arbeitet. Eventuell kann man die Schrauben im Gewächshaus etwas lösen und dann das Putzmittel mit einer Sprühflasche verteilen. Generell lohnt sich der Einsatz einer Gartenbrause oder Reinigungsspritze, denn so kommt man in jede Ecke. Doch auch hier gilt: Wenn man nicht lüftet, kommt der Schimmel schnell zurück.

Viele Grüße,

Lars Lund

Briefkasten

Name *
E-Mail *
Telefon *
Mitteilung *
Fotos anfügen