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Briefkasten

Der Gewächshausclub hat einen Briefkasten erstellt, in dem Sie als Leser Fragen an unsere Experten stellen können, dessen Antworten Sie bisher nicht auf der Website finden können. Ein paar Mal im Monat wählen wir einige dieser Fragen aus und veröffentlichen sie. Die glücklichen Verfasser*innen dieser Fragen erhalten in diesem Zusammenhang eine kleine Aufmerksamkeit als Dankeschön. Auch wenn Ihre Frage nicht veröffentlicht wird, erhalten Sie immer eine Antwort von uns.  


  


Liebe Grüße

Ihr Gewächshausclub


PFLANZEN UND LICHT

Frage:

Können Pflanzen im Gewächshaus zu viel Sonnenlicht abbekommen?

Mit freundlichen Grüßen

Christine

Antwort:

Vielen Dank für die Frage. Ich habe ein bisschen rumgefragt und folgendes in Erfahrung gebracht: bekommen Pflanzen, die sich an eine Umgebung mit wenig Licht angepasst haben, zu viel Licht ab, wird das Licht stattdessen als Wärme in den Pflanzenzellen eingefangen und das kann die Pflanze schädigen, das sagt Poul Erik Jensen Professor, Leiter des Copenhagen Plant Science Center an der Universität Kopenhagen.

Licht beeinflusst das Wachstum von Pflanzen und einige Pflanzen können Licht besser nutzen als andere. Manche Pflanzen verwenden nur einen Bruchteil von dem Licht, dass ihnen zur Verfügung steht. Die meisten Pflanzen haben ihre Lichtempfindlichkeit an ihren Standort angepasst. Besonders um die Mittagszeit können sie daher zu viel Sonnenlicht abbekommen. Die Photosynthese funktioniert am besten, wenn die Sonneneinstrahlung nicht zu stark ist. Sind die Sonneneinstrahlungen zu stark, werden zu großen Mengen Licht vom Chlorophyll in den Chloroplasten eingefangen. Die eingefangene Energiemenge muss die Pflanze wieder loswerden können, sonst kommt es zu Schäden. Bei zu viel Licht kommt die Pflanze oft einfach nicht hinterher.

Kim Tang, Berater im Bereich Landschaftsbau, sagt, dass die Blüte einiger Pflanzen durch die Tageslänge bestimmt wird, wie es z.B. beim Weihnachtsstern und Flammenden Käthchen der Fall ist. Viele Arten können die Blattposition ändern, um die Lichtaufnahme zu erhöhen, wie z.B. die Monstera, Einblatt, Philodendron, Dracaena und Birkenfeige. Auch die Anzahl der Blätter und die Struktur der einzelnen Blätter hängt vom Licht ab. Bei viel Licht sind neue Blätter oft dick, da sie aus dicken Zellschichten (Palisadengewebe) bestehen, mit einem hohen Anteil an Chloroplasten pro cm2. Gleichzeitig verhindert eine dicke Zellschicht die Verdunstung. Diese Blattart wird Sonnenblatt oder Lichtblatt genannt. Im Sommer kann das starke Licht bis zur Blattunterseite ausgenutzt werden und im Winter pausieren die unteren Zellschichten.

Einige Pflanzen reagieren wie Birkenfeige und Oliven, die ihre Sonnenblätter abwerfen und neue Winterblätter, oder auch Schattenblätter, bilden. Diese sind dünner und haben weniger Chloroplasten pro cm2. Der Nachteil von Schattenblättern ist, dass sie bei zu viel Licht leichter verbrennen können. Da Pflanzen in Gewächshäusern meist unter optimalen Lichtverhältnissen wachsen, kann der Wechsel zu Innenräumen problematisch sein. Um dem entgegenzuwirken, lassen einige Produzenten ihre Pflanzen zeitweise austrocknen. Dadurch reagieren die Pflanzen ebenso, wie wenn weniger Licht zur Verfügung steht, sagt Kim Tang.

Pflanzen können also viel Licht vertragen, aber dennoch nicht zu viel, da ihre Temperatur sonst so stark ansteigt, dass sie auf Mikroebene Schaden davontragen.

Viele Grüße,

Lars Lund

SAURE WEINTRAUBEN

Frage:

Hallo,

Ich habe eine Frage zu meinem Wein (Schwarze Millenium) im Gewächshaus. Der Wein trägt sehr viele Trauben, obwohl ich die Pflanze ordentlich ausgedünnt habe. Die Trauben schmecken jedoch fortwährend sauer, obwohl sie mittlerweile reif und süß sein sollten. Liegt das vielleicht an der Menge in diesem Jahr, an der Wärme oder gibt es andre Gründe?

Mit freundlichen Grüßen,

Jens

Antwort: 

Hallo Jens,
Je weniger Blätter es pro Rispe gibt, desto saurer werden die Trauben. Man sagt, dass es pro Rispe zwei Blätter, oder sogar vier Blätter, geben sollte. Es ist jedoch nicht immer Platz für vier Blätter. Darüber hinaus spielt das Sonnenlicht eine große Rolle. Je mehr Sonne die Trauben abbekommen, desto besser. Ansonsten kann man nichts anderes tun, als abzuwarten bis die Trauben vollends ausgereift sind.

Viele Grüße,

Lars Lund 

BRAUNE FLECKEN AUF DEN WEINBLÄTTERN

BRAUNE FLECKEN AUF DEN WEINBLÄTTERN

Frage: 

Hallo, 
Seit einigen Jahren kämpfen wir mit einer Weinrebe in unserem Garten, die aus Italien stammt (etwas nördlich von Rom).  Am Anfang des Sommers ist die Weinrebe schön grün, aber dann beginnt sie langsam zusammenzufallen und die Blätter bekommen braune Flecken und fallen letztendlich ganz ab, wie auf dem Bild zu sehen ist. Ich sollte hinzufügen, dass die weißen Flecken darauf zurückzuführen sind, dass ich mit Sprühschwefel gesprüht habe, doch das hat nichts geändert. Außerdem gieße ich den Wein jeden zweiten Tag mit ca. 5 Litern Wasser. Haben Sie eine Idee, was das Problem sein könnte?

Mit freundlichen Grüßen,
Lars 

Antwort: 

Lieber Lars, das sieht eindeutig nach Dürreschäden aus. Diese können oft mit Stickstoffmangel in Verbindung gebracht werden, daher würde ich empfehlen, den Wein zu düngen und gleichzeitig gut und gründlich zu gießen. Am besten beginnen Sie mit einer guten Grundwässerung. Lassen Sie das Wasser gut versickern und gießen Sie am nächsten Tag mit Flüssigdünger.

Mit freundlichen Grüßen,
Lars Lund 

DÜNGER FÜR GURKEN UND TOMATEN

Frage: 

Ich habe ein Juliana Bewässerungssystem. Alle meine Pflanzen habe ich in Säcke mit Pflanzenerde gesät. Das Problem ist das Düngen - Tomaten sollten nicht zu viel Dünger bekommen, während Gurken viel mehr Dünger benötigen. Kann ich die Gurken einzeln düngen und dann zusätzlich Dünger, dessen Konzentration an die Bedürfnisse der Tomaten angepasst, mit Hilfe des Bewässerungssystem verteilen?  

Mit freundlichen Grüßen,
Dan 

Antwort: 

Hallo Dan, 
Die vorgeschlagene Lösung ist eine gute Option, doch ich denke, es überrascht viele, die seit Jahren mit Bewässerungssystem düngen, dass es beim Düngen einen Unterschied zwischen Tomaten und Gurken gibt. Ich habe online nach Informationen gesucht, um herauszufinden, ob Gurken wirklich mehr Dünger als Tomaten benötigen, und wenn ja wie viel mehr. Ich habe ein einziges Forum gefunden, in dem eine Nutzerin schreibt, dass sie irgendwo gelesen hat, dass Gurken mehr Dünger benötigen als Tomaten, aber wo sie das gelesen hatte, wusste sie auch nicht mehr. Gleichzeitig brauchen Gurken mehr Wasser als Tomaten, doch auch wenn man Tomaten überwässert, schadet das den Pflanzen nicht.

Zurück zum Dünger. Obwohl ich in Bezug auf Dünger nie einen Unterschied zwischen Tomaten und Gurken gemacht habe, kann es natürlich sein, dass das eine gute Idee gewesen wäre – auch ich weiß nicht alles. Nachdem ich das Internet relativ erfolglos nach Informationen durchforstet hatte, habe ich zwei Gärtnereien kontaktiert, die sowohl Gurken als auch Tomaten anbauen, und beide sind sich einig: wenn es einen Unterschied gibt, dann ist dieser so gering, dass er keine Rolle spielt.

Viele Grüße,

Lars Lund

FLIEGEN IM GEWÄCHSHAUS

Frage: 

Hallo. Ich habe das Glück ein Gewächshaus zu haben, das wir auch als Aufenthaltsraum im Garten nutzen können. Allerdings gibt es dort sehr viele Fliegen. Kann ich etwas tun, um die Anzahl der Fliegen zu reduzieren?

Mit freundlichen Grüßen,
Janne 

Antwort: 

Hallo Janne,

Zu bestimmten Jahreszeiten gibt es viele Fliegen, besonders wenn man auf dem Land oder in der Nähe einer Reitschule wohnt, aber die verschwinden meist recht schnell wieder. Natürlich kann man Insektenspray kaufen, aber das ist meist giftig und deshalb empfehlen wir das nicht. Dann gibt es die altmodischen Fliegenfallen mit Klebestreifen, oder kleine Platten mit Kleber, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren, auch wenn die an Tierquälerei grenzen. Darüber hinaus gibt es natürliche Methoden, die Fliegen loszuwerden, beispielsweise mit Basilikum, das viele Insekten vertreibt, da sie den Geruch nicht vertragen.

Eine weitere natürliche Methode ist der Einsatz von Wodka, denn den mögen Fliegen ebenfalls nicht. Indem man den Wodka in kleinen Plastiktüten im Gewächshaus aufgehängt, spiegeln die Wodka-Tüten außerdem die Lichtstrahlen der Sonne, das schreckt die Fliegen zusätzlich ab. Weitere Methoden sind Lavendelöl und Nelken, die in Orangen gesteckt werden. So kommt dann auch gleich ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Und dann gibt es noch etwas exotischere Lösungen: Wachteln eigenen sich wunderbar als Fliegenfänger im Gewächshaus oder man schafft sich fliegenfressende Pflanzen an.

Schließlich gibt es mehrere Köderfallen und elektrische Insektenvernichter zu kaufen.

Viele Grüße,

Lars Lund

KÖNNEN FEIGEN IM TOPF FROST ÜBERLEBEN?

Frage: 

Hallo, 

Wir haben eine Bornholmer Feige in einem Topf. Die Feige ist fünf Jahre alt und hat einen Durchmesser von mehr als einem Meter. In den letzten Jahren war die Pflanze immer sehr gut in Stand. Die Feige steht draußen. Im Frühjahr hatte sie 10-15 cm neue Triebe entwickelt. Seither hat sie die neuen Triebe allerding wieder komplett verloren. Ich glaube, dass sie die lange Periode mit Frost nicht überlebt haben … Können wir etwas tun? Oder haben wir die Feige an den Frost verloren? Wir haben auch eine andere Feige, die direkt in der Erde wächst und die trägt zahlreiche kleinen Feigen und viele Blätter.

Mit freundlichen Grüßen,
Joan

Antwort: 

Hallo Joan,

Topfpflanzen sind Frost immer wesentlich stärker ausgesetzt. Die Erde kann nämlich leicht gefrieren und dann sterben die Pflanzen häufig ab. Wenn der Topf isoliert oder keinem längeren Frost ausgesetzt wurde, können die Äste der Pflanzen trotzdem durch die Kälte beschädigt werden. Das gilt auch für größere Pflanzen und Äste.

In diesem Jahr gab es mehrere Tage hintereinander Frost und auch meine Feige hat davon Schaden genommen. Bei meiner Feige sind die neuen Triebe ebenfalls wieder abgefallen. Das ist jedoch nach einer langen Kälteperiode völlig normal. Gleichzeitig war es bisher nicht warm genug, um das Wachstum wieder in Gang zu setzen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Feige nicht erfroren ist, sondern dass man einfach noch ein wenig Geduld haben muss. Sobald es wärmer wird und die Pflanze wieder zu wachsen beginnt, sollte man die Äste, die nicht wieder zum Leben erwecken, zurückschneiden. Als kleinen Test kann man mit dem Fingernagel leicht in der Rinde des Stammes kratzen. Kommt etwas Grünes unter der Rinde zum Vorschein, dann ist das ein gutes Zeichen und es besteht Hoffnung, dass die Pflanze die verlorene Zeit schnell wieder einholt.

Viele Grüße, Lars Lund 

MEHLTAU

Frage: 

Hallo, 

Letztes Jahr wurden sowohl meine Gurken- als auch meine Melonenpflanze von Mehltau zerstört. Eine der Melonenpflanzen war wahrscheinlich zuerst befallen und von dort breitete sich die Krankheit auf die anderen Pflanzen aus. Normalerweise reinige ich das gesamte Gewächshaus im Frühjahr mit Gewächshausreiniger und spüle alle Ecken sauber. Gibt es eine bessere Methode, um Mehltau zu vermeiden? Es schien, als ob besonders die Melonenpflanzen unter dem Mehltau gelitten haben. Daher plane ich dieses Jahr nur Gurken anzubauen und die Pflanzen vielleicht auf die andere Seite des Gewächshauses zu stellen. Tomaten und andere Pflanzen waren nicht betroffen.

Gruß,
Elsebeth

Antwort:

Hallo Elsebeth,

Nun schreiben Sie Mehltau, Pseudoperonospora cubensis, und das ist sicherlich auch zutreffend. Doch Melonen können von bis zu 11 verschiedene Viren und Pilzen befallen werden, und einige davon können sich durchaus ähneln. Bei Mehltau bekommen die Blätter schwache, gelbe Flecken. Das erinnert auch ein bisschen an Spinnmilben. Die Flecken werden schnell deutlicher und kantiger und ähneln einem Mosaik, das von den Blattnerven begrenzt wird. Die Blätter vertrocknen und neue Sporen infizieren die anderen Pflanzen. Bei feuchtem Wetter kann die Blattrückseite mit grau-schwarzen Sporen bedeckt sein. Das Mosaikmuster auf den Blättern der Melonenpflanze kann auch durch ein Virus verursacht werden. Leider kann man nicht viel anderes tun, als die Pflanzen regelmäßig zu überprüfen und die Krankheit zu beseitigen, wenn sie auftritt. Während man bei Viren nicht viel tun kann, können Pilzkrankheiten gelindert werden, indem man das Gewächshaus den ganzen Sommer immer gut durchlüftet. In den Sommermonaten, in denen die Pflanzen besonders viel wachsen, sollten Fenster und Türen ruhig offen bleiben. Außerdem ist das regelmäßige und gründliche Reinigen des Gewächshauses immer gut, um allen möglichen Krankheiten vorzubeugen.

Viele Grüße, Lars Lund

GEWÄCHSHAUS AUF EINEM NACH WESTEN AUSGERICHTETEN BALKON

Frage: 

Lieber Gewächshausclub,

Ich liebe euer schönes Balkongewächshaus und obwohl ich mit einem großen Garten aufgewachsen bin, bin ich völlig überfragt, ob es sich für mich lohnt auf unserem nach Westen ausgerichteten Balkon ein Gewächshaus aufzustellen. Da wir im 1. OG wohnen und die umstehenden Gebäude Schatten spenden, haben wir auf dem Balkon ungefähr 2 Stunden Sonne am Tag. Ist das ausreichend, um Tomaten, Erdbeeren usw. in Töpfen im Balkongewächshaus anzubauen?

Mit freundlichen Grüßen,
Line 

Antwort: 

Hallo Line,

Die Balkongewächshäuser sind aber auch wirklich toll! Tomaten und Erdbeeren brauchen viel Sonne, daher eignen sich diese Pflanzen nicht so gut für einen schattigen Balkon. Kirschtomaten benötigen weniger Licht und eigenen sich in diesem Fall besser. Gleichzeitig gibt es viele andere Gemüsesorten und Kräuter, die sehr wohl im Schatten und in Töpfen angebaut werden können.

Dafür eignen sich beispielsweise Salat, Frühlingszwiebeln, Radieschen, Petersilie, Rucola, Kartoffeln, Salbei, Schnittlauch, Minze, Melisse, Grünkohl, Spinat und Rhabarber.

Viele Grüße,

Lars Lund  

ZITRUSDÜNGER

Frage: 

Lieber Lars,

Sollten Zitronenbäumen von Februar bis September gedüngt werden?

Mit freundlichen Grüßen

Helle

Antwort: 

Hallo Helle,
Zitrusfrüchte werden, wie viele andere Pflanzen, zu Beginn des Wachstums gedüngt und sollten während der gesamten Wachstumsperiode gedüngt werden. Deshalb sollte man in den Sommermonaten auf keinen Fall auf Dünger verzichten. Zitruspflanzen wachsen von April bis August / September. Dabei sollte man auch bedenken, dass Zitrusfrüchte im Sommer besser im Freien stehen als im Gewächshaus. Deshalb wurden Orangerien gebaut. Im Winter wurden die Orangerien beheizt und im Sommer kamen die Zitronen nach draußen. Eine Orangerie ist also eigentlich ein beheiztes Gewächshaus.

Viele Grüße, Lars Lund

NUTZUNG DER PFLANZENSPIRALEN

Frage:

Kann es sein, dass man die Pflanzenspiralen von Juliana mit viel Kraft auseinanderziehen muss?

Mit freundlichen Grüßen
Leif 

Antwort: 

Hallo Leif, 

Ja, die Pflanzenspiralen können sehr hartnäckig sein. Sie bestehen aus Aluminiumrohren. Das macht sie langlebig und stark, um jedem Gewicht standzuhalten, z.B. dem einer Tomatenpflanze. Es kann von Vorteil sein, die Spiralen zu zweit auf die gewünschte Länge zu ziehen. Es gilt jedoch zu beachten, dass man die Länge der Pflanzenspiralen nicht wieder verkürzen kann, falls man sie zu weit auseinandergezogen hat.

Wenn man die Spiralen im Winter abbaut, füllen sie natürlich etwas auf dem Boden in der Garage oder im Gewächshaus - in der Hochsaison sind sie aber eine große Hilfe für Tomaten und Gurken.

Mit freundlichen Grüßen, Klaus Bisgaard Lillesø
Qualitätsmanager Juliana Drivhuse 

LARVEN IN DEN ERDBEERPFLANZEN

Frage: 

Ich habe unendlich viele, kleine, dunkelgrüne Larven in meinen Erdbeerpflanzen. Wie kann ich die bekämpfen?

Antwort: 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Larven loszuwerden. Die schroffste Methode ist die Nahrungsquelle der Larven zu entfernen. Das bedeutet die Erdbeerpflanzen Ende August oder Anfang September zurückzuschneiden. Die Larven, die sich verpuppen und überwintern, tun dies Ende September. Durch das Zurückschneiden der Pflanzen und das Entfernen aller Blätter und Äste sowie die Überprüfung des Bodens, besteht also Hoffnung, dass die Larven gänzlich beseitigt sind. Es gibt auch einige weniger drastische Strategien. Im April und Mai kann man die Unterseite der Blätter auf Eier und Larven überprüfen und die befallenen Blätter entfernen. Oder man schüttelt die Pflanzen hin und wieder, damit die Larven zu Boden fallen. Indem man vorher eine Unterlage unter die Pflanzen legt, kann man die Larven hinterher einfach aufsammeln. Oder man kann die Pflanzen mit Wasser besprühen und die Blätter mit dem Gartenschlauch abspülen.

Solange die Pflanzen keine Erdbeeren tragen, die später gegessen werden sollen, kann man auch Insektenseife verwenden, um die Pflanzen zu reinigen. Das sollte einige Optionen bieten. Ich hoffe eine davon eignet sich für Ihre Situation.

Viele Grüße,

Lars Lund 

STABILITÄT DES GEWÄCHSHAUSES

Frage: 

Ich habe einen Garten mit einem Gewächshaus übernommen. Im Gewächshaus liegen Fliesen mit Kies darunter. Ich würde die Fliesen gerne entfernen und stattdessen frische Erde verteilen, sodass ich meine Pflanzen direkt in die Erde pflanzen kann. Mein Mann macht sich jedoch Sorgen um die Stabilität des Gewächshauses. Das Gewächshaus ist ca. 10m2 groß.  Hat das Entfernen der Fliesen eine Auswirkung auf die Stabilität des Gewächshauses? Vielen Dank im Voraus.

Gruß, Nathalie

Antwort: 

Hallo Nathalie,

Wenn das Gewächshaus gemäß den Vorschriften des jeweiligen Gewächshausmodells auf ein Fundament gebaut wurde, können die Fliesen entfernt werden. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass das Fundament ggf. unterstützt werden muss. Daher sollte man schrittweise vorgehen und zunächst nur ein paar Fliesen entfernen. Dort wo die Fliesen gelegen haben verteilt man dann Erde zur Unterstützung und so arbeitet man sich Schritt für Schritt voran.  

Mit freundlichen Grüßen, Klaus Bisgaard Lillesø
Qualitätsmanager Juliana Drivhuse 

ARTISCHOCKEN VERMEHREN

ARTISCHOCKEN VERMEHREN

Frage:

Hallo, ich habe im Frühjahr ein paar Artischocken angepflanzt, die mittlerweile groß geworden sind. Die größte Pflanze scheint sich zu drei Pflanzen entwickelt zu haben – an der Wurzel – kann das sein? Wie kann ich die Artischocken vermehren? Schließlich sind Artischocken empfindliche Pflanze und ich glaube nicht, dass der Einsatz von Säge oder Spaten hier eine gute Idee ist?

Viele Grüße,
Tove 

Antwort: 

Hallo Tove.

Ja, es kann gut sein, dass es sich um ein und dieselbe Pflanze mit einigen Seitentrieben handelt. Normalerweise werden Artischocken Anfang Februar gesät und dann später ausgepflanzt, sonst blühen sie nicht. Die Blüte sollte, wenn sie gegessen werden soll, kurz vor dem Keimen geerntet werden. Während sie wächst, entwickelt sie Seitentriebe, diese teilt man am besten mit einem Messer, doch ein Spaten funktioniert ebenfalls.

Oft werden Artischocken einjährig angebaut, weil es schwierig ist, sie den Winter über aufzubewahren. In milden Wintern erhöhen sich natürlich die Chancen. Hier können die Artischocken ausgraben und ins Gewächshaus gebracht werden. Man sollte die Artischocke zurückzuschneiden und bis März einen Eimer mit Stroh über die Pflanze stülpen, oder sie mit anderen Materialien schützen, besonders vor der Kälte von unten. Den Eimer sollte man allerdings nur dann über die Pflanze stülpen, wenn es Frost gibt, da Pflanzen in der Regel häufiger verfaulen als Frostschäden davontragen und es in einem geschlossenen Raum leicht zu Kondenswasser kommt.

Viele Grüße,

Lars Lund

ZITRONENBAUM VERLIERT FRÜCHTE

Frage:

Die Früchte von meinen Zitronen- und Apfelsinenbäumen fallen vom Baum. Es wachsen zwar viele Früchte, doch diese fallen sehr schnell ab. Woran kann das liegen?

Antwort:

Wichtig ist, dass die Pflanzen bei der Fruchtbildung gleichmäßig bewässert werden, sonst fallen die Früchte vom Baum. In Gärtnereien oder Baumschulen kann man speziellen Dünger für Zitruspflanzen kaufen. Von Februar bis September sollte man jedoch nicht düngen. Zum Gießen sollte immer Regenwasser verwendet werden.

Viele Grüße,

Lars Lund 

SCHIMMEL IM GEWÄCHSHAUS VERMEIDEN

Frage: 

Wie vermeidet man Schimmel im Gewächshaus?

Antwort: 

Generell sind Schimmel und Mehltau immer in der Luft und immer in einer feuchten Umgebung zu finden. Es ist also sehr wichtig gut durchzulüften. Wenn man im Gewächshaus gezielt etwas gegen Pilze einsetzen möchte, gibt es ein professionelles Mittel namens Hysan, das zur Bekämpfung von Pilzen zugelassen ist. Ansonsten gibt es auch noch einige andere Reinigungsmittel - am häufigsten wird Chlor verwendet. Aber Vorsicht, Chlor kann Farben ausbleichen. Es ist eine gute Idee eine Maske zu tragen und gut durchzulüften, wenn man mit den Mitteln arbeitet. Eventuell kann man die Schrauben im Gewächshaus etwas lösen und dann das Putzmittel mit einer Sprühflasche verteilen. Generell lohnt sich der Einsatz einer Gartenbrause oder Reinigungsspritze, denn so kommt man in jede Ecke. Doch auch hier gilt: Wenn man nicht lüftet, kommt der Schimmel schnell zurück.

Viele Grüße,

Lars Lund

Briefkasten

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